Hochkreut 2709m - Scharnik 2657m

1700- 2400 Höhenmeter (schwer)

18.10.2011

Mit dem Auto geht es in das Drautal bis nach Dellach und dort auf die Sonnseite hinauf zum Weiler Untere Draßnitz (Wegweiser von der Bundesstraße weg). Beim letzten Hof endet die Asphaltstraße und geht in einen Forstweg über (Fahrverbot, Parkmöglichkeit für 1- 2 Autos, ~1030m).

Jetzt geht es am teils steilen Forstweg lange talein bis zu einer Wegkreuzung (1410m). Hier wählt man den linken Fahrweg und wandert in mehreren Kehren hinauf zur Unterdraßnitzer Alm (1673m). Bei der Alm wendet sich der Bergsteiger nach rechts und folgt dem Wegweiser „Hochkreuz“ aufwärts. Vorbei an einzelnen Almhütten gelangt man nach einem kurzen Waldstück an den Rand der Hochalm. Hier leitet eine kleine Brück auf die andere Bachseite, wo der Steig über freie Bergwiesen hinauf zum sogenannten Sattel (~2100m) führt. Von dort zieht der markierte Wanderweg unter leichtem Höhengewinn nach Nordwesten Richtung Hochkreuz. Wenige Minuten nach einem kleinen See wandert man dem Steig folgend durch eine Mulde unmittelbar unter die Südflanke des Hochkreuz. Nun geht es über eine steile Flanke hinauf nach Westen und dann durch ein kleines Hochtal auf einen schönen Sattel (~2590m) zwischen Kleinem Hochkreuz und Hochkreuz. Von hier weg wandert der Bergsteiger die letzten knapp über 100m über den Südrücken zum Gipfel.

Für den Rück- bzw. Weiterweg gibt es mehrere Möglichkeiten:

a Abstieg über die Aufstiegsroute

b Abstieg über das Kirschentörl. Hierfür wendet man sich am Gipfel nach rechts (Wegweiser Feldner Hütte) und steigt dann über eine steile Flanke nach Norden zum Kirschentörl (~2420m) ab. Dort geht es nach rechts weg durch ein weites Tal zur Kirschenhütte (Jagdhütte). Nach der Hütte überwindet man eine Steilstufe talwärts und wandert dann durch das lange Tal zum Hubertushaus (1670m, im Sommer bewirtschaftet). Von dort geht es weiter talaus bis zur Wegkreuzung in 1410m und dann am Forstweg den weiten Weg zurück zum Auto.

c Weiterweg zum Scharnik (2657m). Für diese weite Variante wendet man sich am Gipfel nach links (Westen) und folgt dem Steig zum Schwarzwandkogel (Wegweiser Hugo-Gerbers-Hütte). Nach dem Schwarzwandkogel (2683m) verläuft der Steig in leichtem Auf und Ab in der steilen Südflank der Schwarzwände. Schließlich quert man auf der Nordseite der Kreuzlhöhe zur Kreuzlscharte (2471m). Jetzt wandert man nach links (Süden) hinunter in einen weiten Kessel vorbei an einem Hochmoor und dem Plattachsee hinauf zu einer Felsrippe. Auf der Südseite dieser Rippe steigt der Wanderer steil hinab in ein weites Kar zu einem der zahlreichen Seen in der Kreuzeckgruppe. Vom See wandert man in wenigen Minuten zu einer Weggabel, wo man dem Hinweisschild Scharnik nach links folgt. Natürlich kann man auch in wenigen Minuten einen Abstecher zum nahen Dachskofel (2373m, Aussichtsplattform) machen. Am Weg hinauf zum Scharnik mündet etwas unter dem Gursgentörl (2445m) ein Wanderweg, welcher von der Weneberger Alm heraufzieht. Am Törl angelangt wendet man sich nach rechts und steigt die letzten rund 200 Höhenmeter über den Nordgrat hinauf zum Scharnik. Vom Gipfel geht es wieder zurück hinunter aufs Gursgentörl, wo der Wanderer dem Steig nach rechts (Osten) Richtung Kosakenkreuz folgt. Knapp nach einer Quelle zweigt ein alter Steig (nur einzelne Steigspuren und wenige alte Markierungen) nach rechts entlang des Baches hinunter zur Halterhütte (2107m) ab. Von der Hütte wandert man zum nahen Stall und von dort bis zum Bach, welchen es zu überqueren gilt. Hier trifft der Wanderer wieder auf mehrere Markierungen, welche talaus weisen. Den Markierungen und Steigspuren folgt man zunächst flach dann über eine Steilstufe in direkter Linie abwärts. In diesem Bereich gilt es besonders gut auf die Markierungen zu achten, da der Steig schlecht ausgetreten ist. Je weiter man talwärts gelangt, desto besser ist der Steig erkennbar und schließlich erreicht man nach einem schönen Wasserfall die Wiesen der Unterdraßnitzer Alm. Entlang des Baches geht es bis zu den Almhütten, wo man auf die Aufstiegsroute trifft, über welche man den langen Weg zurück zum Ausgangspunkt antritt.

 

Das Hochkreuz von Süden her ist eine lange Tour (~1700 Höhenmeter). Wer dann noch die große Runde über den Scharnik wählt, sollte über ausgezeichnete Kondition verfügen (~2400 Höhenmeter). Etwas entschärfen kann man die Tour, wenn man auf der Hugo-Gerbers-Hütte übernachtet, oder das Fahrverbot in Untere Draßnitz ignoriert und ein Stück in den Graben hineinfährt (Achtung: Eine Hinweistafel droht eine Anzeige an). Wer die Runde aber doch schafft, wird mit wunderbaren Ausblicken zu den Hohen Tauern, den Dolomiten oder auch Julischen Alpen belohnt! Abgesehen von ausgezeichneter Kondition ist für diese Tour Schwindelfreiheit notwendig und Trittsicherheit von Vorteil.

Unterdraßnitzer Alm
Unterdraßnitzer Alm
Das Weittal führt hinauf zum Hochkreuz (links) und dem Gonhorn (rechts)
Das Weittal führt hinauf zum Hochkreuz (links) und dem Gonhorn (rechts)
Beim kleinen See unterm Hochkreuz
Beim kleinen See unterm Hochkreuz
Am Gipfel angelangt, im Hintergrund der Großglockner (links)
Am Gipfel angelangt, im Hintergrund der Großglockner (links)
Mit Hilfe des Ferngalses werden die unzähligen Berge bestimmt. Im Hintergrund leuchtet die weiße Hochalm
Mit Hilfe des Ferngalses werden die unzähligen Berge bestimmt. Im Hintergrund leuchtet die weiße Hochalm
Im Westen reicht der Blick bis zur Marmolada
Im Westen reicht der Blick bis zur Marmolada
Das Panorma ist gewaltig!
Das Panorma ist gewaltig!
Auch nach Osten hin ein einziges Bergemeer bei tiefblauem Himmel
Auch nach Osten hin ein einziges Bergemeer bei tiefblauem Himmel
Das Scharnik, noch ein weiter Weg, im Hintergrund die Karnischen Alpen
Das Scharnik, noch ein weiter Weg, im Hintergrund die Karnischen Alpen
Zoom zu den Lienzer Dolomiten
Zoom zu den Lienzer Dolomiten
Der Weiterweg führt meist links (südlich) des Gratverlaufs, im Hintergrund die Schobergruppe
Der Weiterweg führt meist links (südlich) des Gratverlaufs, im Hintergrund die Schobergruppe
Der Wanderweg in der steilen Südflanke
Der Wanderweg in der steilen Südflanke
Kurze Pause
Kurze Pause
Der Großglockner begleitet den Wanderer über weite Strecken
Der Großglockner begleitet den Wanderer über weite Strecken
Am Weg Richtung Dachskofel bzw. Scharnik machen wir eine kurze Pause bei einem der zahlreichen kleinen Seen
Am Weg Richtung Dachskofel bzw. Scharnik machen wir eine kurze Pause bei einem der zahlreichen kleinen Seen
Der Dachskofel
Der Dachskofel
Da müssen wir noch hinauf Gursgentörl und Scharnik (rechts)
Da müssen wir noch hinauf Gursgentörl und Scharnik (rechts)
Blick zurück zum Hochkreuz; der Weg führt über den langen Kamm
Blick zurück zum Hochkreuz; der Weg führt über den langen Kamm
In der Nachmittagssonne bekommen die Julischen Alpen langsam "Farbe"
In der Nachmittagssonne bekommen die Julischen Alpen langsam "Farbe"
Zurück am Gursgentörl
Zurück am Gursgentörl
Die Halterhütte bzw. der Stall (links vom Stall beginnen wieder die Markierungen)
Die Halterhütte bzw. der Stall (links vom Stall beginnen wieder die Markierungen)
Der Blick talaus mit den Julischen Alpen im Hintergrund
Der Blick talaus mit den Julischen Alpen im Hintergrund
Herbstliche Eindrücke auf der schon schattigen Unterdraßnitzer Alm
Herbstliche Eindrücke auf der schon schattigen Unterdraßnitzer Alm