Hohe Dock 3348m

~ 2200 Höhenmeter (schwer)

31.8.2019

Mit dem Auto oder dem Bus (Fahrplan beachten, Stand 2019 im 2h-Takt von Bruck a.d. Großglocknerstraße oder Zell/ See) nach Ferleiten bis zur Mautstation der Großglockner Hochalpenstraße (1151m, Parkplatz).

Nun geht es zu Fuß weiter ins Ferleitental bis zur Vögerlalm (1270m). Hier folgt der Wanderer dem Wegweiser Schwarzenbergerhütte und wandert zunächst auf einem Fahrweg und dann auf einem Steig hinauf zur Eichhornruhe (1722m). Jetzt zieht der Wanderweg über die Almfläche nach Südwesten zu einer Steilstufe (Käferleiten). Nach der Käferleiten folgt man weiter dem Steig und erreicht nach einer Hängebrücke sowie einer weiteren kurzen Steilstufe die Schwarzenbergerhütte (2269m). Von der Hütte geht es am Steig (Wegweiser Hohe Dock) kurz in westlicher Richtung. Nach wenigen Minuten hält sich der Wanderer bei einer Weggabel links und gelangt so nach einer langen Querung zum Remsschartl. Jetzt wird das Gelände steiler und der Weg anspruchsvoller. Immer wieder gilt es Felsbänder oder Felsstufen zu überwinden, wobei die schwierigeren Passagen mit Steilseilen versichert sind. Nach einer der ersten Steilstufen gelangt man nochmals zu einer Weggabelung, wo der Wanderer rechts abzweigt (Wegweiser Hohe Dock). Der weitere Aufstiegsweg verläuft fast immer in unmittelbarer Nähe zum Ost- bzw. Südostgrat. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind für diesen Abschnitt erforderlich, denn nicht alle Passagen sind mit Stahlseilen versichert. Immer wieder gilt es Felsbänder oder Felsplatten in einfacher Kletterei zu überwinden. Die letzten rund 150 Höhenmeter legt geht es dann direkt am Südostgrat zum Gipfel.

Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute.

 

Alternativ kann man die Hohe Dock auch von der Oberwalder Hütte her über den Mittleren und Großen Bärenkopf erreichen.

 

Die Hohe Dock ist als Tagestour ausgesprochen lang und wird so auch nur selten begangen. Deshalb werden die meisten Bergsteiger wohl zumindest eine Übernachtung einplanen. Entweder kommt man von der Oberwalderhütte her und überschreitet die Hohe Dock oder man nächtigt auf der Schwarzenberghütte. Dieses Schutzhaus verfügt über ein alternatives Bewirtschaftsungssystem. Da die Hütte relativ abgelegen ist und früher wenig frequentiert war, gibt es keinen fixen Pächter bzw. keine fixe Pächterin. Die Schwarzenbergerhütte wird seit 11 Jahren (Stand 2019) im Wochenrythmus von verschiedenen ehrenamtlichen Pächtern bewirtschaftet. Dieses Konzept funktioniert dort oben sehr gut!

Für eine Besteigung der Hohen Dock sind außer guter Kondition auch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zwingend notwendig.
Vom Gipfel aus hat man bei schönem Wetter einen herrlichen Ausblick zur Klockerin, dem Wiesbachhorn oder anderen 3000ern der Glocknergruppe. Bei schlechtem Wetter oder gar Gewittergefahr ist dieser Berg jedoch unbedingt zu meiden. Die Seilversicherungen im Gratbereich ziehen Blitze an und stellen für Bergsteiger eine große Gefahr dar. Es gibt zwar seit einiger Zeit eine Notabstiegsvariante Richtung Nördliches Bockkarkees (Hoher Gang), trotzdem sollte man diese Tour bei erhöhter Gewittergefahr meiden. Da man sich im Hochgebirge bewegt, dürfen selbst im Hochsommer Handschuhe und Haube nicht im Rucksack fehlen. Ein Klettersteigset kann natürlich mitgeführt und auch verwendet werden. Der Steig auf den Gipfel ist aber wie erwähnt nicht durchgehend versichert, wer sich also in steilem teils felsigem Gelände nicht wohl fühlt, sollte diesen Berg überhaupt meiden. Steigeisen oder gar eine Gletscherausrüstung sind nicht erforderlich.

"Neue" Umgehung der Käferleiten
"Neue" Umgehung der Käferleiten
Hängebrücke
Hängebrücke
Sonnenaufgang bei der Schwarzenbgerhütte
Sonnenaufgang bei der Schwarzenbgerhütte
Auf- bzw. Abstiegsweg über felsiges teils versichteres Gelände
Auf- bzw. Abstiegsweg über felsiges teils versichteres Gelände
Gipfelgrat zur Hohen Dock
Gipfelgrat zur Hohen Dock
Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining