Zaubernock 2944m

~1300 Höhenmeter (schwer)

16.7.2007

 

Mit dem PKW gelangt man über Gmünd und das Maltatal in den Gössgraben und weiter bis zum Parkplatz (~1670m) unterhalb des Gössspeichers.

Vom Parkplatz folgt man zuerst einer Schotterstraße nach Süden hin bis zu einer großen Wasserfassung. Dort zweigt man nach rechts auf einen unscheinbaren alten Almweg bzw. Steig ab, über welchen man zunächst auf der bergwärts gesehenen rechten Bachseite höher steigt. In ca. 1950m Seehöhe gelangt man auf einen Boden. Hier quert man den Schönangerbach und wandert auf Steigspuren mehrere kleine Bäche querend der Höhe entlang nach Osten bis man zu einer auffallenden Grasflanke gelangt. Diese steigt man nun teils weglos höher bis zum so genannten Schwalbenboden (2181m). Nach ein paar flacheren Meter geht es über ein nur spärlich bewachsenes Schuttfeld auf Steigspuren steil hinauf. Zwischen zwei begrenzenden Felswänden gelangt man nach sehr steilem Anstieg zum Schwalbenkees (~2650m). Hier hält man sich rechts (Westen) und quert weglos die Seitenmoräne in ein kleines Kar hinein. Durch dieses steigt man teils über Schutt teils über (sehr harte) Schneefelder zum G'wändschartl (~2720m) auf. Auf der Südseite wandert man dann über Schuttfelder leicht ansteigend nach Osten (links) und gelangt so zu den beiden Gipfeltürmchen des Zaubernockes. Während der westliche leicht zu besteigen ist, erfordert der östliche Gipfel (Gipfelkreuz) absolute Schwindelfreiheit und Kletterkenntnisse, da dieser nach allen Seiten steil abfällt und man zumindest 10 Höhenmeter ungesichert klettern muss.

Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute.

Diese Tour ist nur für konditionsstarke Bergwanderer mit großer alpiner Erfahrung geeignet. Auf der Anstiegsroute findet man keine Markierungen vor und nur zeitweise bewegt man sich auf Steigspuren. Guter Orientierungssinn sowie Umgang mit Karte und Kompass sind bei dieser Bergfahrt wärmstens zu empfehlen. Die langen weglosen Passagen fordern auch den guten Tourengeher.

 

Alles in allem ein sehr anstrengende aber durchaus lohnende Tour. Wer mit der Orientierung und Kondition keine Probleme hat und die Einsamkeit liebt, ist hier richtig aufgehoben. Man sollte aber bedenken, dass man sich im Hochgebirge befindet. Dementsprechend ist auch die Ausrüstung zu wählen.

Hochalm
Hochalm
Schwalbenkees
Schwalbenkees
Vom Gipfel aus bietet sich ein herrlicher Rundblick in alle Himmelsrichtungen. Süden, der Gipfel mit den Silhouetten der Julischen Alpen
Vom Gipfel aus bietet sich ein herrlicher Rundblick in alle Himmelsrichtungen. Süden, der Gipfel mit den Silhouetten der Julischen Alpen
Im Osten zeigen sich im Dunst die Nockberge
Im Osten zeigen sich im Dunst die Nockberge
Nach Norden hin präsentieren sich von links nach rechts: Säuleck (3086m), Ankogel (3252m) und Hochalm (3360m)
Nach Norden hin präsentieren sich von links nach rechts: Säuleck (3086m), Ankogel (3252m) und Hochalm (3360m)
Im Westen zeigt sich der Großglockner (3798m) samt Begleitern wie z.B. Großvenediger (3666m, links)
Im Westen zeigt sich der Großglockner (3798m) samt Begleitern wie z.B. Großvenediger (3666m, links)
Nochmals der Blick gen Westen
Nochmals der Blick gen Westen
Knapp östlich Vom Gipfel erhebt sich das Reißeck (2965m)
Knapp östlich Vom Gipfel erhebt sich das Reißeck (2965m)
Der Blick über die Aufstiegsroute zum Riekener Sonnblick (2875m, im Grat vor den grünen Steilhängen liegt das G'wändschartl), Riekenkopf (2896m) und die Trist'n (2929m)
Der Blick über die Aufstiegsroute zum Riekener Sonnblick (2875m, im Grat vor den grünen Steilhängen liegt das G'wändschartl), Riekenkopf (2896m) und die Trist'n (2929m)
Beim Abstieg ein Blick zum Schwalbensee (2115m), im Hintergrund die Pfaffenberger Nocken sowie das Säuleck (rechts)
Beim Abstieg ein Blick zum Schwalbensee (2115m), im Hintergrund die Pfaffenberger Nocken sowie das Säuleck (rechts)