Curtisson 2240m

~750 Höhenmeter (mittel)

12.7.2017

 

Von Tarvis aus folgt man der Straße Richtung Slowenien (Bovec). Beim Lago del Predil zweigt man nach rechts ab und folgt dem Straßenverlauf bis auf den Sella Nevea (1190m). Kurz nach der Passhöhe biegt man in einer scharfen Linkskurve abermals rechts ab und gelangt nach etwa 6km auf einer schmalen asphaltierten Bergstraße zur Pecol Alm (1502m), großer Parkplatz.

Vom Parkplatz weg wandert man zunächst auf einem Fahrweg nach Nordosten hinauf zum Rif. Brazza (1660m). Kurz vor der Hütte zweigt ein Wanderweg nach links (Nordwesten) ab, welchem man in meist nur leichter Steigung über die weiten Almwiesen bis zu einer Weggabel (~1860m) folgt. Hier kommt von links ein weiterer Wanderweg von der Pecol Alm herauf. Von nun an wird das Gelände etwas steiler, der stark frequentierte Wanderweg führt aber in meist angenehmer Steigung bis knapp unter die Forca dei Disteis (2201m), wo ein kleiner Steig nach links (Westen) abzweigt. Auf diesem unmarkierten Steiglein geht es nun weiter Richtung Curtisson, wobei man sich zumeist in unmittelbarer Gratnähe -da geht es nach Norden senkrecht hinunter - befindet. An einzelnen Stellen muss man ev. die Hände zu Hilfe nehmen. Trittsicherheit ist hier von Vorteil und Schwindelfreiheit aufgrund des steilen Geländes notwendig. Nach einigen Minuten teilt sich das Steiglein, hier am höheren Teil in Gratnähe bleiben. Manchmal finden sich Steinmännchen als Orientierungshilfe, im Endeffekt muss man aber nur in Gratnähe bleiben, bis man am höchten Punkt steht.


Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute.

 

Diese Tour ist wirklich etwas Besonderes. Kein markierter Steig führt auf diesen relativ selten besuchten Gipfel. Neben den klassischen Zielen rund um die Pecol Alm wie Montasch und Terrarossa geht dieser Berg ein wenig unter. Zu unrecht, wie ich meine. Am Weg zum Gipfel kommt selbst der nicht Botaniker aufgrund der zahlreichen Blumen (inkl. Edelweiß) ins Schwärmen. Der Grat selbst zum Gipfel ist dann nur etwas für schwindelfreie Bergsteiger. Nach Norden brechen die Wände senkrecht über mehrere hundert Höhenmeter ab, der Tiefblick ist berauschend. Gewaltig auch der Blick zur Montasch-Westwand und zu guter letzt hat man natürlich im Süden noch den Kaninzug. In Summe eine tolle Wanderung mit herrlichem Aus- und Tiefblick und trotz des relativ kurzen Zustiegs eher selten besucht.

Der Curtisson (rechts im Bild) vom Parkplatz aus aufgenommen
Der Curtisson (rechts im Bild) vom Parkplatz aus aufgenommen
Im Süden zeigt sich der lange Kaninzug
Im Süden zeigt sich der lange Kaninzug
Das kleine unmarkierte Weglein unmittelbar nach der Abzeigung vom Weg zur Forc. Disteis
Das kleine unmarkierte Weglein unmittelbar nach der Abzeigung vom Weg zur Forc. Disteis
Senkrechte Wände und Edelweiß (im Vordergrund rechts, schwer zu erkennen)
Senkrechte Wände und Edelweiß (im Vordergrund rechts, schwer zu erkennen)
Die Monatsch Westwand, zu hoch um sie auf ein Foto zu bannen! Der Aufstieg via Findeneggweg verläuft im Bereich der grünen Kegel.
Die Monatsch Westwand, zu hoch um sie auf ein Foto zu bannen! Der Aufstieg via Findeneggweg verläuft im Bereich der grünen Kegel.