Kastreinspitzen 2502m

~1500-1600 Höhenmeter

Von Tarvis mit dem Auto Richtung Sella Nevea bis man wenige Meter vor der Gemeindegrenze (Tarvis- Chiusaforte) zu einem kleinen Parkplatz (rechter Hand) kommt.

Nun geht es entlang eines Forstweges im Wald Richtung Norden. Zu Beginn ist dieser sehr flach in weiterer Folge nimmt die Steigung etwas zu. Schließlich erreicht man in rund 1500m freies Gelände. Hier tut sich das weite Kar unterhalb der Bärenlahnscharte auf. Vorbei an der Casera Grantagar (1530m) leitet der Wanderweg nun am rechten (nördlichen) Karrand höher. In etwa 1850m erreicht man eine Weggabelung. Hier geht es nach links weiter. Bald schon zweigt aber nach rechts (Westen) ein kleiner Steig ab (Weg Nr. 626), auf welchem es bis in die Bärenlahnscharte geht. Hier zweigt nun ein kleiner unscheinbarer und kaum markierter Steig (Senterio Anita Goitan) nach rechts ab und führt durch die steile Südflanke derKastreinspitzen zunächst in mehreren Serpintinen dann in einer langen Querung höher. Unmittelbar unter dem felsigen Gipfelaufbau leiten Steigspuren nach links (Norden) hinauf in eine kleine Scharte. Von dort führt die von vielen Bildern bekannte Stiege aus dem ersten Weltkrieg bis zu einem Tunnel. Für den Gipfelsieg klettert man direkt neben dem Tunnel über eine kurze Felsstufe (II) höher und erreicht so den höchsten Punkt.

Der Abstieg erfolgt zunächst hinunter über die Felsstufe und die Stieg bis in die kleine Scharte und zurück vom Steig. Diesem folgt man nun nach Nordosten und erreicht so einen schönen breiten Rücken. Auf diesem geht es jetzt abwärts Richtung Moses Schart. Der Steig ist meist relativ schmal, die Markierungen nur teilweise zu sehen und das Gelände ist steil. Rund 50 Höhenmeter über der Moses Scharte zieht der Steig steil nach rechts (Osten) hinunter und quert dann unter einem Felsaufschwung zur Scharte (2271m). Nun steigt man auf einem mit roten Punkten markierten Weg Richtung Osten ab. Nach einer kurzen felsigen Steilstufe erreicht man schließlich die Corsi Hütte (1874m). Von dieser geht es zunächst wenige Minuten am Weg Nr. 629 Richtung Predil See, ehe man auf ein kleines Steiglein nach rechts zur Malga Gratangar abzweigt und von dieser weg am Forstweg zurück zum Auto wandert.

 

Die Kastreinspitzen sind als eigenständiger Gipfel eine relativ lange Wanderung. Der Senterio A. Goitan ist von der Bärenlahnscharte weg relativ schlecht markiert (Stand 2017) und auch beim Abstieg zur Moses Scharte ist es nicht ganz leicht auf Anhieb immer die richtigen Steigspuren zu finden. Wer aber den Weg bis auf den Gipfel schafft (Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, klettertechnsiche Sicherheit bis zum II. Schwierigkeitsgrad und gute Kondition vorausgesetzt), wird mit beeindruckenden Aus- udn Tiefblicken belohnt. Die Stellungssystem aus dem 1. Weltkrieg mahnen den Bergsteiger zu einem friedlichen Miteinander.

Wer möchte kann die Kastreinspitzen natürlich auch mit einer Besteigung des Wischbergs oder dem Senterio Merlone (Foronon del Buinz) verbinden. Für die zweitere Variante marschiert man von der Corsi Hütte nicht hinunter zur Malga Gratangar sondern am Weg Nr. 625 zurück zur Pecol Alm.

Die steile Südflanke der Kastreinspitzen (aufgenommen vom Sent. Merlone), durch welche der Sent. A. Goitan aufwärts führt.
Die steile Südflanke der Kastreinspitzen (aufgenommen vom Sent. Merlone), durch welche der Sent. A. Goitan aufwärts führt.
Blick zu den Gipfeln der Kastreinspitzen mit den zahlreichen Stellungsresten und der steilen Stieg (Bildmitte)
Blick zu den Gipfeln der Kastreinspitzen mit den zahlreichen Stellungsresten und der steilen Stieg (Bildmitte)
Am Gipfel bitet sich der herrliche Blick zu zahlreichen Juliergipfeln
Am Gipfel bitet sich der herrliche Blick zu zahlreichen Juliergipfeln