Vetta Bella (Schönkopf) 2049m

~1100 Höhenmeter (schwer)

19.6.2012

 

Über Tarvis mit dem Auto Richtung Sella Nevea. Ein paar Minuten nach dem Lago del Predil gelangt man in einer scharfen Linkskurve zu einer Parkmöglichkeit (linker Hand, 980m). Falls hier kein Platz sein sollte, findet man wenige Meter weiter zusätzliche Abstellplätze.

Unmittelbar in der scharfen Linkskurve zweigt vor der Brücke ein Wanderweg (Nr. 625) nach rechts ab. Diesem folgt man nach Norden entlang des Rio Bianco aufwärts. In etwa 1300 wird der Bach überquert und über 2 Steilstufen geht es hinauf zum Rifugio Brunner (1432m, privat). Bei der Hütte kommen mehrere Steige zusammen, wobei der Weiterweg zur Vetta Bella unmittelbar beim Brunnen vorbeiführt (kleiner Wegweiser). Der schmale mit roten Punkten markierte Steig zieht gleich hinter der Hütte hinunter zum Bach und führt dann durch Latschen und Stauden in angenehmer Steigung höher. Nach rund 100 Höhenmetern wird das Gelände steiler und schroffer. Das gut ausgehackte Steiglein (Stand Juni 2012) windet sich jetzt teils steil bergauf bis zu einem schönen schmalen Absatz (~1650m). Hier folgt die Schlüsselstelle: Ein fast senkrechter etwa 5m hoher Riss (I-II) muss ohne Sicherung überwunden werden. Danach geht es durch teils felsiges Gelände steil weiter aufwärts bis zu einer markanten Scharte (~1800m). Hier legt sich der Hang deutlich zurück und wird breiter und sanfter. Nun führt der Steig über teils steile Wiesen bis zum höchsten Punkt, welcher mit einem Steinmann markiert ist.


Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute.

 

Der Schönkopf (Vetta Bella) ist ein schöner Aussichtsgipfel, wenngleich das Wischbergmassiv den Blick nach Westen hin deutlich einschränkt. Der Gipfel zählt wohl zu einem der beeindruckendsten Echopunkten in den Julischen Alpen. Von den Cime di Riobianco sowie vom Höhenzug zur Cima del Vallone hallt das Echo mehrfach wider. Für einen Gipfelsieg sind neben guter Kondition auch Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und Erfahrung in leichter Kletterei erforderlich. Der Steig führt ab 1650m wiederholt durch steiles Gelände und ist immer wieder mit feinem Schutt bedeckt. Dies erfordert besonders beim Abstieg größte Konzentration. Obwohl der Weg zum Gipfel mit roten Punkten markiert ist, findet man den Steig nicht in der aktuellen Tabacco Karte. Wer aber den Weg bis auf die Spitze der Vetta Bella geschafft hat, wird mit Ruhe und herrlichen Motiven belohnt.

Kurz nach dem Abmarsch kommt bereits das Ziel ins Blickfeld
Kurz nach dem Abmarsch kommt bereits das Ziel ins Blickfeld
Wegweiser beim Rif. Brunner
Wegweiser beim Rif. Brunner
Beim Aufstieg wird man mit diesem herrlichen Blick ins Vallonekar belohnt
Beim Aufstieg wird man mit diesem herrlichen Blick ins Vallonekar belohnt
Die Schlüsselstelle
Die Schlüsselstelle
Es bleibt steil! Das Steiglein zieht durch diese Rinne aufwärts
Es bleibt steil! Das Steiglein zieht durch diese Rinne aufwärts
Der Blick nach Osten über die Cima delle Cenge zum Mangart
Der Blick nach Osten über die Cima delle Cenge zum Mangart
Am Gipfel angelangt, im Hintergrund (ganz unscheinbar) der Wischberg
Am Gipfel angelangt, im Hintergrund (ganz unscheinbar) der Wischberg
Der Blick zu den wunderschönen Cime Piccole di Riobianco (links der Bildmitte)
Der Blick zu den wunderschönen Cime Piccole di Riobianco (links der Bildmitte)
Im Westen wirkt der Große Nabois neben dem Wischberg (Bildmitte) richtig klein
Im Westen wirkt der Große Nabois neben dem Wischberg (Bildmitte) richtig klein