Mittagskogel 2145m (Nordostgrat)

~1000 Höhenmeter schwer, Normalroute mittel

Mit dem Auto geht es vom Hotel Mittagskogel über einen sehr groben Forstweg bis zu einem Parkplatz in ~1160m. Von hier weg folgt man dem Steig der gleich nach dem Schranken nach links in den Wald abbiegt und gelangt über diesen bis zur Bertahütte (1527m). Von der Hütte zeigt sich eindrucksvoll der Ostgrat (eigentlich Nordostgrat).

Nun geht es kurz auf dem Forstweg nach Westen hin bergab zu einem Sattel.

 

Nordostgrat:

Am Sattel einfach geradeaus weiter auf einem kleinen Steiglein in den Wald. Man folgt den Steigspuren nach Westen vorbei an einer Hinweistafle und gelangt so in das freie Gelände des Ostgrates. Der weitere Aufstieg ist teils sehr ausgesetzt und es finden sich keine Versicherungen vor! Die Route ist aber mit roten Punkten markiert. Während der Beginn nicht allzu schwer ist, warten nach etwa 1/3 des Grats mehrere herausvordernde Stellen (I-II). In weiterer Folge wechseln leichte Kletterstellen mit teils schottrigen Passagen ab, wobei man sich meist in unmittelbarer Gratnähe befindet. Schließlich erreicht man nach einer letzten ausgesetzten Querung den Ostgipfel. In wenigen Minuten geht es hinüber zum Hauptgipfel.

 

Normalweg:

Am Sattel wendet man sich nach links und folgt einem Steig welcher am Fuße der Mittagskogel-Ostflanke nach Süden hin quert. Nach einer etwas mühsamen Bachquerung beginnt der Steig durch Latschenfelder steil aufwärts zu ziehen. In etwa 1800m gelangt man allmählich in einen weiten Kessel. Durch diesen führt der Steig nun höher bis man schließlich nach einem steilen Aufschwung in eine Scharte gelangt (~2030m). Hier wendet sich der Wanderer nach rechts (Nordwesten) und folgt dem Steig die letzten knapp über 100 Höhenmeter bis auf den Gipfel.

 

Der Abstieg erfolgt über den "Normalweg" zurück zur Bertahütte und von dort wieder zum Auto.

 

Der Aufstieg über den Nordostrat ist nur für trittsichere absolut schwindelfreie und erfahrene Bergsteiger zu empfehlen. Es finden sich keine Sicherungen vor! Ein Steinschlaghelm ist für diese Route durchaus empfehlenswert.

Der Ausblick hinunter zum Faaker See ist aber einmalig.

Der Normalweg stellt hingegen deutlich geringer Ansprüche an den Wanderer, gute Kondition ist aber auch hier eine Grundvoraussetzung. Wer im Hochsommer über den Normalweg auf den Mittagskogel wandert, sollt nicht zu spät dran sein, denn der Aufstiegsweg liegt von der Berta Hütte weg komplett in der Sonnde.

Vom Gipfel aus hat man einen wunderbaren Ausblick in die Julischen Alpen oder hinunter ins Klagenfurter Becken.

Der Mittagskogel mit dem Nordostgrat
Der Mittagskogel mit dem Nordostgrat
Aufschwung am Grat und wie immer der Faaker See im Hintergrund
Aufschwung am Grat und wie immer der Faaker See im Hintergrund
Die etwas heikle Querung
Die etwas heikle Querung
Meist geht es recht steil aufwärts
Meist geht es recht steil aufwärts
Der Blick über den Ferlacher Spitz ins Klagenfurter Becken
Der Blick über den Ferlacher Spitz ins Klagenfurter Becken
Die letzten Meter zum Ostgipfel
Die letzten Meter zum Ostgipfel
Gipfelfoto
Gipfelfoto
Es ist heiß und die Fernsicht ist nicht berauschend, die Motive aber trotzdem lohnend wie hier der Blick nach Osten über die Karawanken
Es ist heiß und die Fernsicht ist nicht berauschend, die Motive aber trotzdem lohnend wie hier der Blick nach Osten über die Karawanken
Im Südwesten zeigen sich die Julischen Alpen (links Triglav, rechts Mangart)
Im Südwesten zeigen sich die Julischen Alpen (links Triglav, rechts Mangart)
Vom Sattel knapp unter dem Mittagskogel der Blick zum Triglav
Vom Sattel knapp unter dem Mittagskogel der Blick zum Triglav
Der Normalweg
Der Normalweg