Dobratsch 2166m via Grünnock 2022m

~1300 Höhenmeter (schwer)

19.10.2017

Mit dem Auto geht es nachBad Bleiberg, wo man beim Fußballplatz parken kann.

Jetzt folgt man einem Wanderweg nach Westen durch den Wald und in den südlichen Ortsteil von Bleiberg Nötsch. Nach den letzten Häusern wandert man entlang einer Wiese weiter, bis der Wald kurzfristig bis zur Straße herabzieht. Hier zweigt ein alter Jadsteig ab (auf der ÖK eingezeichnet), der in Natur aber kaum zu erkennen ist. Nach wenigen Höhenmetern erreicht man eine Forststraße. Hier ist es jetzt wichtig, dass man den Jägersteig findet, der auf der Südseite der Straße durch den steilen Wald höher zieht. Nach rund 200 Höhenmeter wird ein tiefer Graben gequert, ehe der Jagsteig wieder höher leitet. In ca. 1280m erreicht der Bergsteiger wieder einen Forstweg. Der Weiterweg aufwärts ist mit einem rosa Bandmarkiert und führt weiterhin steil Richtung Dobratsch. In etwa 1400m quert man neuerlich einen Forstweg und gelangt kurz darauf zu einem tiefen Loch (Schlund). Jetzt wandert man auf dem etwas flacher Steig aufwärts bis zu einem Hochsitz. Achtung hier leitet der Jägersteig nun der Höhe entlang nach Südosten über einen Graben hinweg zu einer Jagdhütte (~1460m). Unmittelbar hinter der Hütte führen die Steigspuren zu einer Steilstufe in einem Graben, welche mit der Hilfe einer Leiter überwunden wird. In weiterer Folge geht es durch einen herrlichen Lärchenwald wiederum steil bergauf, bis der Steig in etwa 1660m nach rechts (Südwesten) zieht. Der Höhe folgend erreicht man eine markante Rippe, welche vom Frünnock talwärts zieht. Von hier weg ist das Steiglein  mit roten Punkten markiert. Entlang der mit Felsen durchsetzten Rippe geht es nun immer den roten Punkten bzw. dem Steig folgenden zumeist steil aufwärts. Zuletzt steigt man durch eine "Latschegasse" höher und erreicht schließlich den Grünnock. Von diesem geht es meist unmittelbar am Nordwestengrat (teils ausgesetzt) bis zum Dobratsch-Gipfel.

Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute oder alternativ über den Alpenlahner. Für diese Variante folgte man dem Fahrweg Richtung Rosstratte bis zum Wegweiser Alpenlahner und steigt dann steil durch den selbigen nach Bad Bleiberg ab.Wenige Meter oberhalb der Seilbahnstation erreicht man einen Forstweg, welchem man nach Westen zurück zum Ausgangspunkt folgt.

 

Diese Aufstiegsvariante ist kaum bekannt und noch seltener begangen. Wer den Jägersteig im unteren Teil nicht findet, landet in sehr steilem Wald, hier gilt es also gut zu suchen, bevor man höher steigt. Die Landschaft ist aber herrlich, man möchte beim Aufstieg kaum glauben, dass man sich auf einem der stärksten frequentierten Gipfel Kärntens befindet. Der Aufstieg als auch der Abstieg erfordern ausgezeichnete Kondition, Trittsicherheit und guten Orientierungssinn. Eine aktuelle Karte hilft bei der Wegfindung!

Im Herbst wandert man die längste Zeit im Schatten, die Farbenspiele der Lärchen sorgen aber für das "nötige" Gelb.

Die Rundumsicht am Gipfel ist dann altbekkant, aber bei schönem Wetter trotzdem jedes Mal wieder ein Genuss.

Die Leiter knapp oberhalb der Jagdhütte
Die Leiter knapp oberhalb der Jagdhütte
Der herrliche Lärchenwald
Der herrliche Lärchenwald
Rote Punkte zeigen im oberen Teil den Weg an
Rote Punkte zeigen im oberen Teil den Weg an
Am Grat geht es zum Gipfel
Am Grat geht es zum Gipfel
Traumhafter Blick über den Ganges und das Gailtal zu den Julischen Alpen
Traumhafter Blick über den Ganges und das Gailtal zu den Julischen Alpen
Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining