Reißkofel 2371m

~900 Höhenmeter (mittel, ausgesetzt)

22.10.2012

Mit dem Auto geht es von Reisach aus zunächst auf einer asphaltierten Bergstraße bis zum Reißkofelbad (Wegweiser) und von dort auf einer geschotterten Almstraße bis knapp vor die Jochalm (Parkmöglichkeit, ~1475m).

Jetzt wandert man gemütlich am Fahrweg zur Alm und folgt dort einem breiten Almweg immer den Wegweisern Reißkofel nach links (Westen), bis in etwa 1550m ein markierter Steig nach links abzweigt. Auf diesem geht es nun teils sehr steil durch den Wald aufwärts. In knapp über 1900m gelangt man zu einer Weggabelung. Nach rechts führt der Normalweg über das Köfeletörl auf den Gipfel, nach links geht es in direkter Linie übers Hochfleck hinauf zum Gipfelgrat. Der Steig über das Hochfleck quert zunächst nach Westen und steigt dann sehr steil nach Norden an, wobei die schwierigsten Passagen mit Drahtseilen gesichert sind. Schließlich erreicht man in rund 2300m Höhe den markanten Reißkofelgrat. Der „Normalweg“ quert zunächst nach Osten und steigt dann in wechselnder Steigung zum Köfeletörl (2137m) an. Hier wendet sich der Bergsteiger nach links und folgt dem markierten Steig in eine steile felsige Rinne, welche in einem kleinen Sattel (~2250m) endet. Jetzt führt der Steig kurz auf der Schattseite und zieht dann zum markanten Grat hinauf. Der Weiterweg verläuft nun immer in unmittelbarer Gratnähe. In etwa 2300m erreicht man den Steig, welcher direkt von Süden heraufzieht. Nach dem kurzen Abstieg in eine kleine Scharte geht es die letzten Höhenmeter in leichter Kletterei (I) zum Gipfel.

 

Der Abstieg erfolgt idealerweise über den Normalweg, da der Steig „Hochfleck“ sehr steil und besonders bei feuchten Verhältnissen gefährlich ist.

 

Für einen Aufstieg sind bei beiden Steigen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit die Grundvoraussetzung. Erfahrung in einfacher Kletterei ist auf beiden Routen von Vorteil. Die Wegführung ist oftmals steil, wodurch gute Kondition für einen Gipfelsieg notwendig ist. Der markante Grat zum Gipfel ist teilweise sehr ausgesetzt, für schwächere bzw. unerfahrene Bergsteiger ist hier ev. eine Partnersicherung zu empfehlen.

Der Reißkofel bietet ein herrliches Panorama in alle Himmelsrichtungen. Als höchster Gipfel der östlichen Gailtaler Alpen überragt er das Drau- und Gailtal um gut 1700 Höhenmeter und ermöglicht somit den wunderschönen Rundumblick.

 

Blick auf den Reißkofel (knapp vor der Jochalm aufgenommen)
Blick auf den Reißkofel (knapp vor der Jochalm aufgenommen)
                    Beim Aufstieg der Blick über die Napalalm zur Latschurgruppe
Beim Aufstieg der Blick über die Napalalm zur Latschurgruppe
Bei der Weggabelung
Bei der Weggabelung
Kurze Versicherung beim Aufstieg über die Route "Hochfleck"
Kurze Versicherung beim Aufstieg über die Route "Hochfleck"
Die letzten Meter zum markanten Gipfelgrat
Die letzten Meter zum markanten Gipfelgrat
Am Gipfel herrscht reger Betrieb, im Hintergrund links das Kellerwandmassiv und die Hohe Warte
Am Gipfel herrscht reger Betrieb, im Hintergrund links das Kellerwandmassiv und die Hohe Warte
Genussvoller Blick nach Südosten zu den Julischen Alpen
Genussvoller Blick nach Südosten zu den Julischen Alpen
Der Glockner präsentiert sich winterlicher als im März 2012
Der Glockner präsentiert sich winterlicher als im März 2012
Im Norden zeigt sich die Kreuzeckgruppe (links Scharnik, Mitte rechts Hochkreuz)
Im Norden zeigt sich die Kreuzeckgruppe (links Scharnik, Mitte rechts Hochkreuz)
Abstieg über den schmalen Grat, links herrscht Mitte Oktober 2012 Winter, rechts noch Sommer, im Hintergrund wieder die Latschurgruppe
Abstieg über den schmalen Grat, links herrscht Mitte Oktober 2012 Winter, rechts noch Sommer, im Hintergrund wieder die Latschurgruppe
Beim Abstieg vom Köfeletörl quert man die steilen Südhänge des Reißkofels
Beim Abstieg vom Köfeletörl quert man die steilen Südhänge des Reißkofels