Roßkofel 2240m

~850-1000 Höhenmeter (mittel, via Ostgrat schwer)

17.11.2011

Mit dem Auto geht es auf den Naßfeldpass und dort auf italienischer Seite abwärts bis zur zweiten Kehre (~1450m, Parkplatz bei der Kehre).

Jetzt zu Fuß nach rechts weg, dem Fahrweg nach Westen bis zur Winkelalm (1470m) folgend. Hier verjüngt sich der Fahrweg zu einem Wandersteig, welcher links an der Hütte vorbei in den Lärchenwald zieht. In mäßiger Steigung wandert man höher bis zu einem schönen Boden (~1710m), wo nach links ein Steig hinauf zur Creta Pricot abzweigt. Der weitere Zustieg zur Via Ferrata Contin führt zunächst über den Boden und dann durch Blockgelände immer steiler aufwärts, bis man an das untere Ende einer Rinne gelangt, durch welche der Steig auf die Contin-Scharte (2044m zieht). Einzelne Stellen dieser Rinne sind bereits mit Stahlseilen versichert (B). Wer möchte, kann von der Scharte aus den rechts (östlich) gelegenen Torre Clampil (2079m) mitnehmen, welchen man über einen kurzen versicherten Felsaufschwung (B/C) erreicht. Der Klettersteig Contin zieht hingegen nach links über die relativ flachen gestuften Felsen höher. Die Querungen (A/B) sind durchwegs mit Stahlseilen versichert. In etwa 2180m legt sich das Gelände zurück und auf dem markierten Steig erreicht der Wanderer einfach das große Gipfelplateau.

 

Für den Abstieg gib es zwei Möglichkeiten:

a) Abstieg über den Aufstiegsweg

 

b) Abstieg über den Ostgrat

Für diese Variante folgt man vom Gipfel zunächst dem breiten Rücken nach Osten bis zur Creta Pricot (2252m). Danach geht es am luftigen Grat weiter abwärts bis der Steig schließlich nach rechts (Süden) extrem steil in die Südflanke hinabführt. Die Hände zu Hilfe nehmend klettert man einige Höhenmeter ab, quert kurz nach links (Osten), um dann neuerlich wieder in sehr steilem Gelände abwärts zu steigen. Nach einer kurzen Querung auf der Schattseite geht es über mehrere kurze Felspassagen in eine markante Scharte (Steigbuch). Hier wendet man sich nach links (Osten) und folgt den blauen und roten Markierungen hinunter in eine Schlucht, wo man neuerlich die Hände zu Hilfe nehmen muss. Durch die Schlucht steigt man bis auf eine Höhe von etwa 1720m ab. Hier erreicht man einen alten Kriegssteig, auf welchem es teilweise in den alten Laufgräben bis zum Sella della Priloda (1644m) geht. Kurz vor dem Sattel gelangt der Bergsteiger zu einer Weggabel und folgt dem Wegweiser „Winkelalm“ nach links talwärts. Auf dem schönen Saumweg geht es hinunter zur Alm und von dort auf dem Fahrweg zurück zum Ausgangspunkt.

Wer die große Runde mit der Überschreitung des Roßkofels gehen möchte, wählt besser die hier beschriebene Abstiegs- als Aufstiegsvariante. Bergauf ist der Steig über die Schlucht und den Ostgrat deutlich einfacher zu gehen und auch die extrem steilen Abschnitte erscheinen nicht so schwierig!

 

Der Roßkofel ist ein sehr schöner Aussichtsberg in den Karnischen Alpen. Nach Norden hin überblickt man ein Bergemeer, welches vom Großglockner bis zu den Schladminger Tauern reicht. Im Süden reihen sich die Gipfel der Karnischen Voralpen sowie der Julischen Alpen aneinander. Der Aufstieg (Abstieg) über den Ostgrat erfordert absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie klettertechnische Sicherheit bis zum II. Schwierigkeitsgrad (besonders beim Abstieg). Aber auch für den kurzen Klettersteig von der Contin-Scharte sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit von Vorteil.

Bei der Winkelalm der Blick nach Westen
Bei der Winkelalm der Blick nach Westen
Blick zum Torre Clampil
Blick zum Torre Clampil
Versicherter Abschnitt auf den Torre Clampil
Versicherter Abschnitt auf den Torre Clampil
Am Gipfel des Torre Clampil
Am Gipfel des Torre Clampil
Der Rosskofel, durch diese Felswand führt der Klettersteig Contin
Der Rosskofel, durch diese Felswand führt der Klettersteig Contin
Die einzelnen aufwärtsführenden Bänder sind durchwegs gut versichert
Die einzelnen aufwärtsführenden Bänder sind durchwegs gut versichert
Am Übergang zum flachen Gipfelabschnitt
Am Übergang zum flachen Gipfelabschnitt
Am Gipfel bei der Glocke, der Blick zu den westlichen Karnischen Alpen
Am Gipfel bei der Glocke, der Blick zu den westlichen Karnischen Alpen
Die Ringmauer mit dem Hochwipfel, im Hintergrund die Lienzer Dolomiten (braune Gipfel im Vordergrund)
Die Ringmauer mit dem Hochwipfel, im Hintergrund die Lienzer Dolomiten (braune Gipfel im Vordergrund)
Der Trogkofel, im Hintergrund der Großglockner
Der Trogkofel, im Hintergrund der Großglockner
Traumhafte Aussicht nach Norden, am Horizont glitzern Ankogel und Hochalmspitze in weiß
Traumhafte Aussicht nach Norden, am Horizont glitzern Ankogel und Hochalmspitze in weiß
Der Dobratsch, im Vordergrund der Poludnig und rechts der Oisternig
Der Dobratsch, im Vordergrund der Poludnig und rechts der Oisternig
Der Weiterweg über die Creta di Pricot nach Osten, im Hintergrund die Julischen Alpen
Der Weiterweg über die Creta di Pricot nach Osten, im Hintergrund die Julischen Alpen
Nach Süden hin der Blick über die zahlreichen Bergketten der Julischen Voralpen
Nach Süden hin der Blick über die zahlreichen Bergketten der Julischen Voralpen
Rasch geht das Gipfelplateau in einen schmalen Grat über
Rasch geht das Gipfelplateau in einen schmalen Grat über
Blick vom Steigbuch zurück hinauf. Der Weg geht zunächst über die Grasbüschel nach rechts und quert dann oberhalb der Bildmitte durch die grasigen Abschnitte nach links
Blick vom Steigbuch zurück hinauf. Der Weg geht zunächst über die Grasbüschel nach rechts und quert dann oberhalb der Bildmitte durch die grasigen Abschnitte nach links
Der Blick zurück hinauf in die Schlucht
Der Blick zurück hinauf in die Schlucht
Im Osten öffnet sich der Blick zu den Julischen Alpen (von links: Mangart, Triglav (etwas versteckt) und Jalovec)
Im Osten öffnet sich der Blick zu den Julischen Alpen (von links: Mangart, Triglav (etwas versteckt) und Jalovec)
Ein paar Gämsen halten sich auch in der Schlucht auf
Ein paar Gämsen halten sich auch in der Schlucht auf
Wegweiser am Sella della Pridola
Wegweiser am Sella della Pridola