Valentinalm- Hohe Warte- Wolayer See- Rauchkofel

~2300 Höhenmeter (schwer, ohne Hohe Warte mittel)

25.7.2010

 

Von der Unteren Valentinalm folgt man zunächst dem Forstweg und dann einem Steig in angenehmer Steigung nach Westen aufwärts ins Valentintal zur Oberen Valentinalm (1540m). Nun über schöne Wiesen weiter durch das sogenannte Hochtal ständig an Höhe gewinnend bis aufs Valentintörl (2138m). Im Hochtal liegt meist den ganzen Sommer über noch Schnee, der Steig aufs Törl ist aber etwa ab Juli schneefrei.  

Der Karnische Höhenweg zieht vom Törl nach Westen hinunter direkt zum Wolayer See.

 

Um vom Törl zum Fuße der Nordwand der Hohen Warte zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man steigt kurz Richtung Westen (Wolayer See) ab um gleich darauf wieder nach links (Süden) aufzusteigen, oder man folgt einem mit Stahlseilen gesicherten Weg über den Valentinkopf zum ausgeprägten Schuttfeld unter der Nordwand. In mehreren Serpentinen führt der Steig nun durch das Schuttfeld aufwärts. Für den Koban- Prunner- Weg (Klettersteig B, ungesicherte Stellen bis etwa II Schwierigkeitsgrad) quert der Bergsteiger knapp unter einem markanten Steinblock (Wegweiser) nach links (Südosten) und gelangt so an den Wandfuß. Zu Beginn verläuft der Steig ungesichert über Platten und Risse höher. Im weiteren Verlauf finden sich an den schwierigsten Stellen Stahlseile vor, jedoch sind diese durchaus sparsam angebracht. Aus diesem Grund gilt es auch besonders auf die meist alten rot-gelben Markierungen zu achten um den Weg nicht zu verlieren. In etwa 2500m wird ein Schuttkar nach Westen gequert, wo man auf den Weg der 26er (Klettersteig D) trifft, welcher ebenfalls vom Valentintörl in direkter Linie Richtung Hohe Warte zieht. Von hier führt der weitere Aufstieg zum Nordwestgrat und über diesen immer gut gesichert bis auf den Gipfel der Hohen Warte (2780m).

Der Abstieg zum Wolayer See erfolgt über die italienische Seite. Zunächst verläuft der Steig durch den felsigen Gipfelaufbau talwärts, bis man in etwa 2300m zu einer Weggabel gelangt. Hier hält sich der Wanderer rechts (Südwesten) und steigt weiter zu einer markanten karstigen Verebnung ab (weitere Wegkreuzung). Sich neuerlich rechts (Westen) haltende wandert man über schöne Wiesen weiter, bis man zum Beginn einer markanten Steilstufe gelangt, von welcher bereits das Rifugio Lamertenghi Romanin knapp unter dem Wolayer Pass eingesehen werden kann. Über steile teils felsige und ausgesetzte Hänge steigt man in weiterer Folge (nur vereinzelt finden sich Sicherungen vor) bis auf eine Höhe von etwa 1860m ab. Dann quert man kurz unter der Südflanke der Seewarte (Achtung: Bis weit in den Sommer hinein liegt hier ein steiles Schneefeld) zum breiten Weg, welcher von Collina zum Refugio führt und wandert auf diesem vorbei an der italienischen Schutzhütte zum Wolayer Pass (1974m). Die letzten Meter zur Wolayerseehütte verlaufen entlang des herrlichen Sees.

 

Wer von dieser Tour noch nicht müde ist, kann als Zugabe oder Sonnenuntergangswanderung noch auf den Rauchkofel (2460m) wandern. Hierzu wendet sich der motivierte Bergsteiger bei der Hütte nach Osten und steigt über einen schönen grünen Rücken höher. In etwa 2300m gelangt man in einen kleinen Sattel, von welchem aus der Steig durch die Südflanke auf den Gipfel zieht.

Der Abstieg erfolgt entweder über den Aufstiegsweg, oder man wandert zum Valentintörl (2138m), wo man sich nach rechts (Westen) wendet und durch ein kleines Tal (Weg Nr. 403) zurück zum Wolayer See und der Hütte absteigt (hier liegen bis weit in den Sommer hinein Schneefelder).

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Sowohl die Hohe Warte als auch der Rauchkofel können natürlich auch von der Unteren Valentinalm als Tagestouren absolviert werden. Die Besteigung der Hohen Warte bleibt in diesem Fall aber nur konditionsstarken Bergsteigern vorbehalten. Die kürzeste Variante stellt ein Aufstieg über den Weg der 26er und den Abstieg über den Koban- Prunner- Weg (im Abstieg schwierig und unangenehm) dar. Alternativ kann man von der Hohen Warte nach Süden zum Rifugio Marinelli und von dort zum Plöckenpass absteigen, von wo aus man zur Unteren Valentinalm zurückwandern kann (sehr weit!).

Der Aufstieg auf die Hohe Warte erfordert sowohl über die Koban- Prunner- Route als auch über den Weg der 26er Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und klettertechnische Sicherheit bis zum II Schwierigkeitsgrad.

Der Rauchkofel ist hingegen ohne weitere Probleme zu erreichen.

Blick durch das Valentintal hinauf zur Hohen Warte
Blick durch das Valentintal hinauf zur Hohen Warte
Am Wandfuß beim Einstieg zum Koban- Prunner- Weg
Am Wandfuß beim Einstieg zum Koban- Prunner- Weg
Eine der wenigen mit Stahlseilen versichtern Stellen
Eine der wenigen mit Stahlseilen versichtern Stellen
Im Schuttkar kurz vor der Einmündung des "26ers"
Im Schuttkar kurz vor der Einmündung des "26ers"
Am Gipfel
Am Gipfel
Der Blick reicht bis zum Meer (heller Streifen am Horizont)
Der Blick reicht bis zum Meer (heller Streifen am Horizont)
Wunderbares Panorma nach Westen, 2. und 3. Tag unserer Tour
Wunderbares Panorma nach Westen, 2. und 3. Tag unserer Tour
Die Dolomiten grüßen, im Hintergrund die Marmolata
Die Dolomiten grüßen, im Hintergrund die Marmolata
Beim Abstieg auf der karstigen Verebnung
Beim Abstieg auf der karstigen Verebnung
Nur zum Anschaun nicht zum Pflücken, das edle Weiß
Nur zum Anschaun nicht zum Pflücken, das edle Weiß
Steilstufe hinunter Richtung Wolayer Pass
Steilstufe hinunter Richtung Wolayer Pass
Der See mit der Wolayerseehütte und dem Rauchkofel
Der See mit der Wolayerseehütte und dem Rauchkofel
Beim abendlichen Aufstieg zum Rauchkofel präsentieren sich die Kellerspitzen in herrlichem Licht
Beim abendlichen Aufstieg zum Rauchkofel präsentieren sich die Kellerspitzen in herrlichem Licht
Die Nordwand der Hohen Warte, der Koban- Prunner- Weg führt im linken Bildteil ins teils schneebedckte obere Schuttkar hinauf und zieht dann nach rechts auf den Grat und über diesen zum Gipfel
Die Nordwand der Hohen Warte, der Koban- Prunner- Weg führt im linken Bildteil ins teils schneebedckte obere Schuttkar hinauf und zieht dann nach rechts auf den Grat und über diesen zum Gipfel
Blick zum Gipfel (links), rechts wieder die Kellerspitzen
Blick zum Gipfel (links), rechts wieder die Kellerspitzen
Kurz nach Sonnenuntergang, eine unglaubliche Kulisse
Kurz nach Sonnenuntergang, eine unglaubliche Kulisse
Der Blick nach Westen
Der Blick nach Westen
Zurück beim See leuchtet mir die Hütte entgegen
Zurück beim See leuchtet mir die Hütte entgegen

 

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