Seekofel 2738m

~1250 Höhenmeter (schwer)

16.9.2016

Mit dem Auto geht es von Lienz über Tristach und von dort dann über eine asphaltierte Bergstraße hinauf zum Kreithof (1047m). Ab hier führt eine mautpflichte Straße (€ 7,50, Stand Sommer 2016) weiter zur Dolomitenhütte (1616m), wo sich ein großer Parkplatz befindet (~1600m).

Jetzt geht es zu Fuß auf einem schönen Fahrweg vorbei an der Lienzer Dolomitenhütte nach Süden. Zunächst leitet der Weg vorbei an der Innsteinhütte (1681m) und einer kleinen Kappelle, ehe es hinauf in den Laserzkessel geht, wobei ein Steig die weiten Kehren des Fahrweges abkürzt. In etwa 2100m gelangt der Wanderer schließlich in weites offenes Gelände und die Karlsbader Hütte zeigt sich zum ersten Mal. Entweder folgt man dem Fahrweg in einem weiten Linksbogen oder dem Wanderweg in direkter Linie hinauf zur Hütte.

Dort angekommen wendet man sich nach rechts (Westen) und folgt dem Wegweiser Ödkarscharte aufwärts in einen weiten Schuttkessel. Der Steig leitet auf der rechten (nördlichen) Seite aufwärts und zieht zum Schluss steil hinauf in dei 2596m hohe Scharte. Von hier weg geht es nun zumeist in leichter Kletterei fast durchgehend durch Stahlseile versicht zum Seekofel. Die ersten Meter verlaufen sehr luftig am Grat, im weiteren Verlauf wechseln sich etwas leichtere A/B Passagen mit B/C-Stellen ab. Wer möchte kann über eine anhaltende C-Wand auch den 2699m Eggerturm überschreiten. Wer dies nicht machen will findet südlich davon eine leichte A/B- Umgehung. Nach dem Eggerturm gibt es nur mehr kurze leichte Kletterpassagen und die letzten Höhnmeter zum Gipfel leitet der mit roten Punkten markiete Steig durch felsiges aber gut gehbares Gelände.

Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute. Wer nicht den kompletten Rückweg auf bekannten Pfaden absolvieren möchte, kann von der Ödkarscharte kurz nach Westen auf die Südausläufer der Teplitzer Spitze aufsteigen (~30 Höhenmeter). Von dort führt ein mit blu-weißen Punkten markierten Steig hinab ins sogenannte Mohamedaner Kar und weiter zum Kerschbaumer Törl (2285m). Von diesem folgt man dem Wanderweg zunächst nach Osten Richtung Karslbader Hütte, steigt dann jedoch über ein Schuttfeld (Markierungen) steil hinab zum Fahrweg, welcher zur Karlsbader Hütte leitet. Man erreicht diesen unmittelbar im Bereich der Abzweigung des abkürzenden Wanderwegs und folgt diesem zurück zum Ausgangspunkt bei der Dolomitenhütte.

Für den Klettersteig (B/C, mit Eggerturm C) empfiehlt sich die Mitnahme eines Gurtes sowie von Klettersteigset und Steinschlaghelm. Der Klettersteig ist grundsätzlich nicht schwierig, durch seine Gratnähe sollte man aber absolut schwindelfrei und trittsicher sein. Der Gipfel selbst ist ein traumhafter Aussichtsberg. In alle Himmelsrichtungen öffnet sich eine gewaltige Bergkulisse, wobei der Blick weit schweifen kann. Ideal ist diese Tour im Spätsommer, wenn die Lienzer Dolomiten schon wieder etwas weniger stark frequentiert sind und am Steig dementsprechend nicht oder kaum mit Steinschlag zu rechnen ist.

Blick von der Karlsbader Hütte nach Norden zum Großvenediger (rechts in der Sonne)
Blick von der Karlsbader Hütte nach Norden zum Großvenediger (rechts in der Sonne)
Der mächtige Seekofel trohnt über dem Laserzsee
Der mächtige Seekofel trohnt über dem Laserzsee
Lange Gratkletterei zum Seekofel (höchster Berg)
Lange Gratkletterei zum Seekofel (höchster Berg)
Im Spätsommer 2016 liegt selbst am Großglockner wenig Schnee
Im Spätsommer 2016 liegt selbst am Großglockner wenig Schnee
Der Blick nach Osten reicht bis zum Dobratsch bzw. zu den Julischen Alpen
Der Blick nach Osten reicht bis zum Dobratsch bzw. zu den Julischen Alpen
Im Südosten grüßen die Karnischen Alpen
Im Südosten grüßen die Karnischen Alpen
Abstieg durch das Mohamedaner Kar zum kerschbaumer Törl (links der Bildmitte grünes Törl)
Abstieg durch das Mohamedaner Kar zum kerschbaumer Törl (links der Bildmitte grünes Törl)
Abschließender Blick vom Kerschbaumer Törl zur Kerschbaumer Alm zum Spitzkofel (rechts) ehe es talwärts geht
Abschließender Blick vom Kerschbaumer Törl zur Kerschbaumer Alm zum Spitzkofel (rechts) ehe es talwärts geht