Das Eiskar

Begehung am 3.8.2014

Zum 3. Mal im Jahr 2014 waren die Eiskargletschermesser am 3.8. unterwegs im Eiskar. Nachdem bereits der Juni im Vergleich zu den vergangenen Jahren eher eine leicht unterdurchschnittliche Schneeschmelze gebracht hatte, nahm die Schneehöhe auch im Juli etwas weniger ab als in den Vorjahren.

Der Juli 2014 brachte zum ersten Mal seit Jahren wieder durchschnittliche Temperaturen und war gekennzeichnet von einem sehr ausgeglichenen Temperaturverlauf. Es traten weder markante Kaltlufteinbrüche noch längere Hitzeperioden auf. Durch das anhaltend wechselhafte Wetter fehlten zwar klare kalte Nächte, wodurch der Schmelzprozess auch nachts nicht unterbrochen wurde, gleichzeitig wurde jedoch durch die oftmals vorhandene Bewölkung die direkte Sonneneinstrahlung unterbunden, so dass die Schneeschmelze tagsüber "relativ" gering blieb.

Im Gegensatz zu den letzten beiden Begehungen wurden dieses Mal keine Schneehöhensondierungen durchgeführt. An den angrenzenden Felswänden sowie an den Messmarken kann der Einsinkbetrag der Schneehöhe aber trotzdem relativ gut erfasst und mit etwa 2 bis 2,5m abgeschätzt werden. Im Mittel sind es im Juli  sonst 3 bis 3,5m.

Der Blick von Osten zum Gletscher
Der Blick von Osten zum Gletscher
Der höchste Punkt des Gletschers, hier liegt heuer wieder sehr viel Schnee
Der höchste Punkt des Gletschers, hier liegt heuer wieder sehr viel Schnee
Blick vom unteren Ende der Gletscherzunge hinauf zum Wandfuß
Blick vom unteren Ende der Gletscherzunge hinauf zum Wandfuß

Die Schneehöhensondierungen vom Juli lassen den Schluss zu, dass im Bereich der Gletscherzunge sowie am Wandfuß und im Bereich des Eisscheitels im August 2014 noch verbreitet 5 bis 10m Schnee liegen.

Besonders die Gletscherzunge ist heuer extrem breit mit Schnee gefüllt. Der Vergleich an den den Gletscher umrahmenden Felsen und an Messpunkten zeigt, dass die Schneebedeckung fast am gesamten Gletscher über den Werten von August 2009 liegt, wobei der Winter 2008/09 ebenfalls extrem schneereich war.

Wenn man bedenkt, dass alleine im Sommer 2012 die Eismächtigkeit um 1m abgenommen hat, sind die heurigen Schneehöhen sehr beeindruckend.