Das Eiskar

Begehung am 5.8.2009

In den letzten Jahren wurde der Augusttermin nicht mehr ganz so regelmäßig wahrgenommen. Das heurige Jahr zwang den sich in Kärnten befindlichen Teil der Gletschertruppe aber quasi zu einer Begehung.

Nachdem der Mai und Juni bereits zu einem Schneerückgang von rund 6-7m geführt haben, war auch nach dem um rund 1- 1,5°C zu warmen Juli keine Trendumkehr zu erwarten. Während es nördlich der Alpen um die Monatsmitte bis auf knapp 1000m heruntergeschneit hatte, blieb das Eiskar im Juli neuschneelos.

 

Somit wurde auch im Juli sowohl am Wandfuß als auch in der Zunge ein Einsinken der Schneedecke um rund 3-4m registriert. Seit Anfang Mai sind im Eiskar im Jahr 2009 nun bereits unglaublich 10m Schnee abgeschmolzen!

 

Umso erfreulicher (für die Gletschermesser) ist die Tatsache, dass fast der komplette Gletscher noch immer unter einer dicken Schneedecke liegt. Nur die größeren Schuttrücken im östlichen Gletscherteil sind bereits schneefrei.

 

Nachdem in nächster Zeit keine größere Hitzewelle zu erwarten ist, könnte sich ein Großteil des Schnees nun bis zum Winterbeginn halten. Bis zur etwa in einem Monat anstehenden Messung dürfte aus heutiger Sicht keine Messmarke ausapern.

 

Von den im Herbst gebohrten Pegel ist nur der östlichste (er befindet sich im schuttbedeckten Teil) bereits schneefrei. Hier sollte im September ein Einsinkbetrag des Gletschers ablesebar sein.

Ein Anblick wie sonst Anfang Juli
Ein Anblick wie sonst Anfang Juli
Die noch sehr gut mit Schnee gefüllte Zunge
Die noch sehr gut mit Schnee gefüllte Zunge