Der Eiskargletscher

Begehung am 5.8.2013

Anfang Juli 2013 fand nach der ersten Hitzewelle die zweite Begehung des Eiskargletschers statt. Damals war man noch der Hoffnung, dass der Sommer keine weiteren extremen Hitzeperioden bringt. Der Juli sowie die ersten Augusttage brachten jedoch extreme Temperaturen. Im Tal wurden zahlreiche Tage mit über 30°C gemessen und selbst im Eiskar stieg die Temperatur auf bis zu 21°C an.

Gleichzeitig verlief diese Zeit aber auch ausgesprochen trocken; in Summe fielen nur etwa 30mm Regen. Neben den fehlenden Niederschlägen war auch die Luft vielfach sehr trocken, wodurch die Schneeschmelze zumindest etwas abgeschwächt wurde (feucht-warme Luft führt aufgrund des höheren Energiegehalts zu rascherer Schmelze).

Über den gesamten Monat gesehen nahm die Schneehöhe über den gesamten Gletscher zwischen 2 und knapp über 3m ab. Die großen schuttb edeckten Rücken sind dadurch ausgeapert, der Eisscheitel, die Gletscherzunge sowie die Bereiche entlang des Wandfußes sind noch von einer bis zu 5,5m dicken Altschneedecke bedeckt. Die größten Schneehöhen finden sich dabei im Bereich des Zungenansatzes.

Am Eispegel im östlichen schuttbedeckten Gletscherabschnitt betrug der Einsinkbetrag des Eises  seit der Messung Anfang September 2012 25cm. Die anderen beiden Eispegel sind noch schneebdeckt.

Blick von Osten ins Eiskar, noch ist mehr als die Hälfe des Gletschers mit Schnee vom vergangenen Winter bedeckt
Blick von Osten ins Eiskar, noch ist mehr als die Hälfe des Gletschers mit Schnee vom vergangenen Winter bedeckt
Am Wandfuß lag im September 2012 de facto kein Schnee mehr, dafür ist die Situation in diesem Gletscherteil am 5.8.2013  noch sehr zufriedenstellend
Am Wandfuß lag im September 2012 de facto kein Schnee mehr, dafür ist die Situation in diesem Gletscherteil am 5.8.2013 noch sehr zufriedenstellend
In der Gletscherzunge liegt heuer verhältnismäßig wenig Schnee, da es wenige große Lawinen gab, welche bis in den unteren Zungenteil vordrangen
In der Gletscherzunge liegt heuer verhältnismäßig wenig Schnee, da es wenige große Lawinen gab, welche bis in den unteren Zungenteil vordrangen
Blick über den Ansatz der Zunge, wo noch bis zu 5,5m Schnee liegen, zum Eisscheitel
Blick über den Ansatz der Zunge, wo noch bis zu 5,5m Schnee liegen, zum Eisscheitel

Nach dem Ende der extremen Hitzewelle am 9. August 2013 gibt es jetzt ein paar Tage  mit etwas kühleren Temperaturen. Für die zweite Augusthälfte kündigen sich jedoch neuerlich ausgesprochen hohe Temperaturen an. Bleibt zu hoffen, dass sich die Schmelze nun aufgrund des tieferen Sonnenstandes doch etwas in Grenzen hält.