Ankogel 3250m über Kleinelendtal

1300 Höhenmeter (schwer)

14.6.2008, 24.5.2011

 

Mit dem PKW geht es über die mautpflichtige Maltatalhochalpenstraße bis zur Kölnbreinsperre bzw. dem Kölnbreinstüberl (1903m). Nun folgt man dem Fahrweg entlang des Speichers Richtung Osnabrückerhütte bis zur Kleinelendbrücke (1917m). Dieser Abschnitt ist im Frühsommer zu Fuß oder mit dem Rad zu absolvieren. Bei der Brücke zweigt man rechts (Westen) ins Kleinelendtal ab. Zu Beginn geht es noch über einen Almweg, der sich aber in etwa 2020m zu einem schmalen Steig verengt. Dem Weg folgend gelangt man in 2048m zu einer Brücke, die auf die südliche Talseite führt. Nach der Brückenquerung kann man meist die Schier anschnallen. Nun geht es vorerst flach nach Süden bis man in rund 2200m eine markante Steilstufe erreicht. Über diese geht es in ein weiteres kleines Hochtal hinauf (~2300m). Über eine weitere Steilstufe gewinnt man rasch an Höhe. Je nach Schneelage hält man sich nun eher Richtung Zwischenelendscharte (Südosten), wo man auf den Gletscher gelangt, oder man überwindet zwischen Felsen hindurch eine steile Flanke (Süden) und erreicht so in etwa 2700m das Kleinelendkees. Von der Zwischenelendscharte zieht man nun in einem weiten Boden, sich am südlichen (oberen) Gletscherrand haltend Richtung Ankogel Gipfel (Sommerweg). Wenn man den direkten Weg über die steile Falnke gewählt hat, steigt man entlang einer markanten Felsnase höher (Süden) und wendet sich in etwa 2900m nach Südwesten (ab hier gleiche Aufstiegsroute wie von der Zwischenelendscharte). Über den Gletscher geht es nach Südwesten bis man in 3100m nach Süden abbiegt und etwa 80 Höhenmeter später den Gipfelgrat erreicht (Schidepot). Über den Nordgrat geht es in leichter aber ausgesetzter Kletterei (ev. Steigeisen und Pickel) zum höchsten Punkt.

Die Abfahrt erfolgt über die Aufstiegsroute.

 

Die Tour führt ins Hochgebirge, dementsprechend ist die Ausrüstung zu wählen. Selbst im Frühsommer kann es hier oben noch bitterkalt werden. Bei Nebel und schlechter Sicht ist von einer Überquerung des Kleinelendkeeses unbedingt abzuraten, da besonders im oberen Teil einzelne teils große Spalten eine große Gefahr für den Alpinisten darstellen.

Ausgezeichnete Kondition, Trittsicherheit mit Steigeisen und gutes Wetter sind für einen Gipfelsieg unabdingbar.

Bei schönem Wetter stellt diese Tour einen wahren Hochgenuss dar.

 

Bei einer Begehung am 14.6.2008 mussten wir leider in 2850m aufgrund dichten Nebels umkehren, am 24.5.2011 erreichten wir aber bei Sonnenschein den Gipfel.

 

Die Fotos 1 und 3 stammen vom 14.6.2008 und wurden mir dankenswerter Weise Emanuel Pirker zur Verfügung gestellt.

Am Eingang des Kleinelendtals, Foto vom 14.6.2008
Am Eingang des Kleinelendtals, Foto vom 14.6.2008
Am Ende des Almweges im Kleinelendtal
Am Ende des Almweges im Kleinelendtal
Das winterliche Kleinelendkees mit dem Ankogel (links) und dem Grubenkarkopf (2964m, rechts) , Foto vom 14.6.2008
Das winterliche Kleinelendkees mit dem Ankogel (links) und dem Grubenkarkopf (2964m, rechts) , Foto vom 14.6.2008
Der Talschluss, heuer liegt im Vergleich zu den letzten Jahren sehr wenig Schnee
Der Talschluss, heuer liegt im Vergleich zu den letzten Jahren sehr wenig Schnee
Am Beginn des Kleinelendkees
Am Beginn des Kleinelendkees
Blick über die Zwischenelendscharte zur Kölnbreinspitze (links der Bildmitte)
Blick über die Zwischenelendscharte zur Kölnbreinspitze (links der Bildmitte)
Die letzten Meter am Gletscher, im Hintergrund ist bereits der Ankogel zu erkennen
Die letzten Meter am Gletscher, im Hintergrund ist bereits der Ankogel zu erkennen
Die Hochalm zeigt sich
Die Hochalm zeigt sich
Der teils apere Gipfelgrat
Der teils apere Gipfelgrat
Die letzten exponierten Meter zum Gipfel
Die letzten exponierten Meter zum Gipfel
Der Blick zu den Mallnitzer Schitourbergen
Der Blick zu den Mallnitzer Schitourbergen
Im Süden zeigt sich die Kreuzeckgruppe
Im Süden zeigt sich die Kreuzeckgruppe
Abfahrt am Gletscher, oben hui unten pfui
Abfahrt am Gletscher, oben hui unten pfui