Speikboden, Kote 2508m

~1000- 1300m (mittel-schwer)

12.1.2013

 

Mit dem PKW geht es von Steinfeld im Drautal aus nach Norden auf einer asphaltierten Straße hinauf nach Rottenstein. Am Ende der Asphaltstraße folgt man dem Forstweg (Wegweiser Grakofel) nach Norden der Höhe entlang hinein ins Rottensteiner Tal. Die Straße wird im Winter nicht geräumt, es fahren aber immer wieder Jäger talein, sodass man zumindest bis zum Beginn einer Abwärtspassage (~1340m) mit dem Auto kommt. Je nach Schneelage heißt es ab hier gehen oder (mit Ketten) weiterfahren. Die Straße führt teils steil hinab ins Tal bis zu einer Brücke (~1220m) und auf der anderen Talseite wieder aufwärts. Bald erreicht man eine markante und breite Bachquerung (~1500m, Parkmöglichkeit). Hier ist auch bei wenig Schnee Schluss (Fahrverbot).

Nun geht es zu Fuß weiter auf einem Almweg talein (Nordwesten) bis zur Gratalalm (1725m). Bei der Alm endet der Fahrweg und man steigt über herrliche freie Flächen höher, wobei man sich nach der Alm in etwa 1800m nach rechts (Nordosten) wendet. Jetzt steigt man über mäßig steile Hänge, welche von mehreren Gräben durchzogen werden, im Sinne des geringsten Widerstands aufwärts Richtung Goldgrubenscharte und erreicht so in etwa 2100m ein weites Hochtal. Diesem folgt man nun nach Norden (sich leicht links haltend) aufwärts und steuert die Kote 2508m an. Eine erste breite Rinne leitet den Schitourengeher zu einer kurzen Verebnung am markanten Rücken, welcher vom Gipfel nach Süden zieht. Jetzt gilt es einen zweiten sehr steilen Aufschwung (>35°) zu überwinden um zum flachen und kuppierten Gipfelbereich zu gelangen.

 

Die Abfahrt erfolgt über die Aufstiegsroute. Je nach Schneeverhältnissen kann man vom markanten Südrücken auch nach Südwesten in den weiten Kessel und durch diesen zur Gratalalm abfahren.

 

Das Tourengebiet um die Gratalalm zählt wohl zu einem der schönsten und einsamsten in Kärnten! Dies liegt auch an der nicht ganz einfachen Zufahrt. In schneearmen Wintern ist die Forststraße hinein ins Rottensteiner Tal oft spiegelglatt und wenn mehr Schnee liegt, ist vor der Abwärtspassage in 1340m Schluss. Wer aber den Weg hinein ins Tal findet wird mit unzähligen Tourenmöglichkeiten und herrlichen Hängen belohnt. Der Aufstieg zum Speikboden ist durchwegs einfach, der letzte Aufschwung ist aber sehr steil und nur bei absolut sicheren Verhältnissen zu empfehlen. Vom Gipfel aus hat man einen schönen Rundblick zu den Schitourenzielen der Kreuzeckgruppe sowie nach Süden und zum Tauernhauptkamm.

Bei der Gratalalm mit Blick zur Annaruhe
Bei der Gratalalm mit Blick zur Annaruhe
Das Ziel (Bildmitte) mit dem steilen Gipfelauschwung; wir sind am 12.1.2013 durch den weiten Kessel aufgestiegen und erst in etwa 2300m auf den markanten Südrücken gequert
Das Ziel (Bildmitte) mit dem steilen Gipfelauschwung; wir sind am 12.1.2013 durch den weiten Kessel aufgestiegen und erst in etwa 2300m auf den markanten Südrücken gequert
Im Aufstieg
Im Aufstieg
Traumhafte Schitourenhänge
Traumhafte Schitourenhänge
Vom Gipfel ist es nur ein Steinwurf zum Schroneck (rechts)
Vom Gipfel ist es nur ein Steinwurf zum Schroneck (rechts)
Anfang Jänner 2013 ist es kaum vorstellbar, dass man die Gipfelrinne der Hochtristen auch mit Schiern befahren kann
Anfang Jänner 2013 ist es kaum vorstellbar, dass man die Gipfelrinne der Hochtristen auch mit Schiern befahren kann
Der Blick nach Süden zu den Julischen Alpen
Der Blick nach Süden zu den Julischen Alpen
Bei der Abfahrt im steilen Gipfelaufschwung
Bei der Abfahrt im steilen Gipfelaufschwung