Forcella della Lavina (Lahnscharte) 2055m

~1100 Höhenmeter (schwer)

20.3.2008

Über Tarvis oder Ratece erreicht man über eine Stichstraße die Weißenfelser Seen (~930m, Parkplatz).

Vom Oberen Weißenfelser See geht es nach Süden Richtung Mangart. Schon nach wenigen Meter zweigt man rechts (Westen) ab (Wegweiser Forc. della Lavina) und gelangt zu einer großen Wiese. Über diese geht es flach ansteigend Richtung Süden. Im Wald hält man sich entlang der Sommermarkierung (Weg Nr. 516) ins Valle della Lavina. In etwa 1300m teilt sich das Tal, rechst geht es hinauf zur Forc. di Ratece und nach links zur Forc. della Lavina. Man schlägt den linken Weg ein und gelangt durch Sträucher in rund 1400m in freies Gelände. Nun geht es immer im mäßig steilen Kar höher. In rund 1650m zweigt ein Ast des Kares nach links hin ab, man bleibt aber im westlichen breiteren Teil und gelangt so zum Ausstieg auf die Lahnscharte. Die letzten Meter sind sehr steil, hier können bei Harsch Steigeisen notwendig sein. Auch können sich am Grat große Wechten bilden.

 

Die Abfahrt erfolgt über die Aufstiegsroute, wobei man sich im untersten Bereich (ab 1300m) auf der östlichen Talseite hält und über ein Bachbett zurück zum Parkplatz abfährt. Im oberen Abschnitt kann man alternativ auch im östlichen Teil des Kares abfahren, welcher knapp neben der Lahnscharte in den Gratverlauf mündet.

 

Die Lahnscharte ist wohl einer der Frühjahrsklassiker in den Julischen Alpen. Früher ging man diese Tour nach schneereichen Wintern noch Anfang Juni! In den letzten Jahren muss man schon deutlich früher dran sein. Grundsätzlich weist diese Tour (bis auf den Ausstiegsbereich) keine allzu großen Schwierigkeiten auf. Bei Erwärmung ist jedoch auf Steinschlag aus den umgebenden Wänden zu achten. Nach ergiebigen Neuschneefällen ist diese Tour unbedingt zu meiden. Die besten Bedingungen findet man hier von März bis April vor.

Wer Zeit und Lust hat, kann auch noch auf die Cime Verdi (2167m, östlich der Lahnscharte einfach zu erreichen) oder auch auf den Mangart (2677m, hochalpin und anspruchsvoll) oder den Kleinen Mangart aufsteigen.

Das Valle della Lavina, schön kann man die beiden Äste im oberen Karbereich erkennen
Das Valle della Lavina, schön kann man die beiden Äste im oberen Karbereich erkennen
Beim Zustieg über die flache Wiese, links im Bild erhebt sich der Mangart (2677m) und in der Bildmitte die Lahnscharte
Beim Zustieg über die flache Wiese, links im Bild erhebt sich der Mangart (2677m) und in der Bildmitte die Lahnscharte
Beim Aufstieg der Blick zurück ins Tal
Beim Aufstieg der Blick zurück ins Tal
Der steile Ausstiegsbereich
Der steile Ausstiegsbereich
Der Rundblick ist durch den sperrenden Mangart etwas gedämpft
Der Rundblick ist durch den sperrenden Mangart etwas gedämpft
Im Norden zeigt sich der Dobratsch
Im Norden zeigt sich der Dobratsch
Nach Südwesten hin erkennt man das Kaninmassiv
Nach Südwesten hin erkennt man das Kaninmassiv
Die Abfahrt war bei 5-20cm Pulver ein Genuss
Die Abfahrt war bei 5-20cm Pulver ein Genuss