Kanin Wandfuß ~2300m

~550-1350 Höhenmeter (mittel, ohne Gondel schwer)

17.3.2014

 

Mit dem Auto geht es über Tarvis auf den Sella Nevea (Parkplatz, 1122m).

Jetzt gibt es 3 Möglichkeiten um zum Rif. Gilberti in 1850m Höhe zu gelangen. Die einfachste und schnelleste ist der Aufstieg via Gondel. Deutlich länger und nur sportlich wertvoll ist der Anstieg entlang der Schipiste. Zuletzt kann man natürlich über den Kriegssteig und den Sella Prevala zum Rif. Gilberti gelangen, dies ist aber die längste Variante.

Vom Rif. Gilberti hat man nun neuerlich zwei Möglichkeiten.

Variante A:

Mein steigt zum Sella Ursic auf und zwar auf der klassischen Variante über das Nordostkar. Vom Sattel fährt man dann nur leicht an Höhe verlierend und möglichst hoch querend nach Westen ab und fellt nach einem markanten Rücken, welcher vom Kaninzug nach Norden zieht wieder an und steigt über die Reste des Kaningletschers bis zum Beginn der Via Julia (Klettersteig) auf (knapp über 2300m).

Variante B:

Bei der Bergstation der Kaningondel wendet man sich nach rechts (Westen) und steigt zum Sella Bila Bec (2005m) auf. Von diesem fährt man steil nach Westen in ein weites Hochtal etwa 100 Höhenmeter ab. Dort wird wieder angefellt und der Schitourengeher wendet sich nach Südwesten und steigt über eine Steilstufe zu den Resten des ehemaligen Kaningletschers auf und steuert dort den höchsten Punkt (wie oben beschrieben) an.

 

Die Abfahrt erfolgt vom Wandfuß nach Norden über das kuppierte Gelände im Sinne der Variante B, bis man wieder in das breite Hochtal gelangt. Von hier steigt man zurück zum Sella Bila Pec an.

Bei guter Sicht und passender Schneelage kann man vom Wandfuß bis in eine große Senke etwas westlich des Colle delle Erbe abfahren. In rund 1800m Seehöhe ist Schluss und man steigt nach Osten zum Colle delle Erbe (1988m) an. Von dort geht es dann auf der Westseite des Bila Pec talwärts. Knapp unterhalb der sperrenden Felsen gibt es die erste, etwa 50 Höhenmeter weiter tiefer die zweite Möglichkeit, nach Osten zurück zur Schipiste zu queren, welche man in etwa 1600m erreicht.

 

Diese Tour ist eine klassische Frühjahrstour, unter den Wänden des Kanin ist es bis in den März hinein schattig und somit meistens kalt. Wer die Gondel für den Aufstieg zu Hilfe nimmt, muss zwar nicht mit vielen Höhenmetern rechnen, sowohl die Abfahrt vom Sella Ursiac als auch vom Sellea Bila Pec sind jedoch sehr steil und erforden sichere Schitechnik. Wer den Weg zum ehemaligen Kaningletscher findet, wird meist mit großer Ruhe und Einsamkeit belohnt, denn die Massen bleiben am Sella Ursic.

Bei schlechter Sicht sollte man diese Tour nicht durchführen, zu groß sind die Gefahren, im kuppierten und teils steilen Gelände die Orientierung zu verlieren.

Vom Wandfuß aus reicht der Blick übrigens bis weit in die Hohen Tauern.

 

Bilder zum Aufstieg auf den Sella Bila Pec oder den Sella Ursic gibt es hier: Sella Ursic

Querung vom Sella Ursic zu den Resten des Kaningletschers
Querung vom Sella Ursic zu den Resten des Kaningletschers
Anfellen und Aufstieg zum Wandfuß, rechts im Bild der höchste Punkt mit dem Beginn der Via Julia
Anfellen und Aufstieg zum Wandfuß, rechts im Bild der höchste Punkt mit dem Beginn der Via Julia
Eine beeindruckende Schitour führt vom Foronon del Buinz durch die gewaltige Südflanke
Eine beeindruckende Schitour führt vom Foronon del Buinz durch die gewaltige Südflanke
Beim Rückweg zum Colle delle Erbe präsentiert sich der Kaninzug in seiner vollen Pracht, knapp oberhalb der Bildmitte der höchste Punkt des Wandfußes
Beim Rückweg zum Colle delle Erbe präsentiert sich der Kaninzug in seiner vollen Pracht, knapp oberhalb der Bildmitte der höchste Punkt des Wandfußes
Die Landschaft ist einfach fantastisch, hier im Bild der markante Spitz des Picco di Grubia
Die Landschaft ist einfach fantastisch, hier im Bild der markante Spitz des Picco di Grubia