Kleiner Mangart 2273m, Mangarthütte 1906m

~1500 Höhenmeter (schwer)

7.5.2008

 

Über Tarvis oder Ratece erreicht man über eine Stichstraße die Weißenfelser Seen (~930m, Parkplatz).

Vom Oberen Weißenfelser See geht es nach Süden Richtung Mangart. Schon nach wenigen Meter zweigt man rechts (Westen) ab (Wegweiser Forc. della Lavina) und gelangt zu einer großen Wiese. Über diese geht es flach ansteigend Richtung Süden. Im Wald hält man sich entlang der Sommermarkierung (Weg Nr. 516) ins Valle della Lavina. In etwa 1300m teilt sich das Tal, rechst geht es hinauf zur Forc. di Ratece und nach links zur Forc. della Lavina. Man schlägt den linken Weg ein und gelangt durch Sträucher in rund 1400m in freies Gelände. Nun geht es immer im mäßig steilen Kar höher. In rund 1650m zweigt ein Ast des Kares nach links hin ab, man bleibt aber im westlichen breiteren Teil und gelangt so zum Ausstieg auf die Lahnscharte. Die letzten Meter sind sehr steil, hier können bei Harsch Steigeisen notwendig sein. Auch können sich am Grat große Wechten bilden.

Vom Ausstieg quert man leicht an Höhe verlierend nach Osten und steigt dann im Sinne der Sommermarkierung Richtung Mangart auf. Vorbei an der Forcella Mangart (2166m) erreicht man einen kleinen Felsgipfel, den Kleinen Mangart (2273m). Von hier aus kann man weiter zum Mangart aufsteigen, dies verlangt aber sicherste Verhältnisse und große alpine Erfahrung.

 

Vom Kleinen Mangart kann man entweder über die Aufstiegsspur zurück zur Lahnscharte abfahren, oder man schwingt über schöne Hänge hinunter zum Mangarthaus und nimmt nochmals etwa 100- 200 Höhenmeter Anstieg in Kauf. Bei passenden Verhältnissen kann man von der Hütte nochmals 50-100 Höhenmeter abfahren.

Von der Lahnscharte weg fährt man über die Aufstiegsspur ab. Im Winter gelangt man so bis zum Parkplatz, im Frühjahr muss man die letzten "Meter" oft schon tragen, aber selbst im Mai ist oftmals eine Abfahrt bis 1100 bzw. 1200m möglich.

 

Die Lahnscharte ist eine typische Frühjahrstour und weist bis auf den Ausstiegsbereich keine großen Schwierigkeiten auf. Im Frühling kann der Aufstieg aber sehr hart sein. Harscheisen sind somit unverzichtbar. Wer den Mangart noch "mitnehmen" will, sollte auf alle Fälle Steigeisen und Pickel mithaben!

Nach ergiebigen Neuschneefällen sollte diese Tour gemieden werden, da sich aus den das Kar begrenzenden Wänden große Lawinen lösen können.

Der Blick hinunter in das Aufstiegskar
Der Blick hinunter in das Aufstiegskar
Tief unten liegt der Obere Weißenfelser See (Ausgangspunkt), im Hintergrund erhebt sich der Dobratsch (2167m)
Tief unten liegt der Obere Weißenfelser See (Ausgangspunkt), im Hintergrund erhebt sich der Dobratsch (2167m)
Der Blick hinauf zum Mangart, in der Bildmitte der kleine Felsgipfel ist der Kleine Mangart
Der Blick hinauf zum Mangart, in der Bildmitte der kleine Felsgipfel ist der Kleine Mangart
Der Tiefblick vom Kleinen Mangart hinunter nach Norden
Der Tiefblick vom Kleinen Mangart hinunter nach Norden
Die beeindruckende Nordwand des Mangart, im Hintergund erhebt sich die Skrlatica
Die beeindruckende Nordwand des Mangart, im Hintergund erhebt sich die Skrlatica
Die Gipfelrinne hinauf zum Mangart
Die Gipfelrinne hinauf zum Mangart
Meine Wenigkeit am Kleinen Mangart
Meine Wenigkeit am Kleinen Mangart
Der Blick nach Westen zum Kanin (links) und in die Wischberggruppe (Bildmitte), im Vordergrund der Kessel in dem die Mangarthütte liegt
Der Blick nach Westen zum Kanin (links) und in die Wischberggruppe (Bildmitte), im Vordergrund der Kessel in dem die Mangarthütte liegt
Die Mangarthütte, Blickrichtung Süden
Die Mangarthütte, Blickrichtung Süden
Nochmals eine Übersicht: Mangart, rechts davor unscheinbar der Kleine Mangart, dann der Travnik und rechts die Lahnscharte
Nochmals eine Übersicht: Mangart, rechts davor unscheinbar der Kleine Mangart, dann der Travnik und rechts die Lahnscharte