Hochstuhl 2237m

~1300 Höhenmeter (schwer)

14.3.2013

Mit dem Auto gelangt man über die Loiblpassbundesstraße und dann über eine asphaltierte Straße ins Bodental und dort bis zum Bodenbauer (1056m, Parkplatz).

Nun folgt man der Langlaufloipe talein bis zur idyllischen, im Hochwinter aber schattigen Märchenwiese (1157m). Jetzt auf einem Forstweg am rechten Wiesenrand aufwärts bis zur ersten Kehre, wo man geradeaus weitergeht. Auf einem alten Ziehweg (Karweg) gelangt man so in das weite Vertatschakar. Nun steigt man im Sinne des geringsten Widerstandes nach Südwesten höher, vorbei an einem markanten Felsen (Adlerfelsen) bis in den schönen Vertatschasattel (~1845m). Jetzt heißt es auf slowenischer Seite wenige Höhenmeter hinab nach Westen zum Bielschitzasattel (1840m) queren. In weiterer Folge wird eine große Doline auf deren Westseite in einem Bogen nach Süden hin umgangen, sodass man eine markante Geländestufe erreicht. Hier steigt oder rutsch man kurz einige Höhenmeter steil ab, ehe der Schitourengeher im Sinne des Sommerwegs nach rechts (Westen) recht steil in ein weites Kar quert. Durch dieses geht es in westlicher Richtung im Sinne des geringsten Widerstandes bis auf einen kleinen Sattel (~2150m). Von hier weg erreicht man in wenigen Minuten gemütlich den Gipfelkamm des Hochstuhls.


Die Abfahrt erfolgt über die Aufstiegsroute wobei 2 kurze Gegenanstieg zu bewältigen sind.

 

Eine Besteigung des Hochstuhls vom Bodental aus ist relativ lange. Alleine schon die Wegstrecke ist nicht zu unterschätzen und auch die Anzahl der Höhenmeter ist doch relativ groß. Der Ausstieg aus dem Vertatschakar bzw. aus dem Kar auf der slowenischen Seite des Hochstuhls knapp unter dem Gipfel kann selbst im Hochwinter sehr glatt oder eisig sein. Harscheisen sollten bei dieser Tour also nie fehlen und sichere Schitechnik ist hier unbedingt notwendig. Idealerweise unternimmt man diese Tour nach leichten Schneefällen (10-15cm Pulver) oder im Frühjahr bei guten Firnverhältnissen. Nach starken Niederschlägen ist das Vertatschakar unbedingt zu meiden (Lawinengefahr!). Aufgrund der schattigen Lage des Vertatschakars kann diese Tour in normalen Wintern relativ lange durchgeführt werden. Bei den Querungen auf der Südseite muss man dann jedoch miit kurzen Tragepassagen rechnen.

Vom Gipfel aus hat man einen herrlichen Blick hinunter nach beld oder auch nach Klagenfurt.


Bilder vom Vertatschakar gibt es hier https://feiersinger.jimdo.com/schitouren/karawanken/bielschitza/

Schon am Vertatschasattel, der Weiterweg geht kurz hinab und dann nach links
Schon am Vertatschasattel, der Weiterweg geht kurz hinab und dann nach links
Steile Querung ins "slowenische" Hochstuhlkar
Steile Querung ins "slowenische" Hochstuhlkar
Blick zurück durchs Kar zum Vertatschasattel
Blick zurück durchs Kar zum Vertatschasattel
Der Ausstieg des Kars ist gleich erreicht
Der Ausstieg des Kars ist gleich erreicht
Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining