Kellerwarte 2724m

~1500-1650 Höhenmeter (schwer)

23.1.2010

 

Mit dem Auto wird der Plöckenpass (1360m, Parkplatz) von Kötschach- Mauthen aus erreicht. Vom Pass aus folgt man einem alten Kriegssteig nach Westen und dann einem kleinen Bach zur Casera di Collinetta di sopra (markante Verebnung in rund 1620m). Nun steigt man durch eine Mulde an der südöstlichen Flanke des Collin bis zu einer Höhe von etwa 1860m auf. Hier wendet man sich nach links (Süden) und gelangt so in leicht kuppiertes Gelände, das nach Süden hin von einem markanten Felsabbruch begrenzt wird. Kurz nach einem Wegweiser gelangt man in rund 1880m direkt zum Felsabbruch. Die Schier tragend steigt man an Stahlseilen gesichert rund 50 Höhenmeter durch einen Felskamin ab (ev. Steigeisen erforderlich). Nun gilt es, nicht in den Keller aufzusteigen, sondern leicht ansteigend nach Südwesten zur Casera Monumenz (1769m) zu queren. Von hier weg geht es über schöne Hänge bis in eine weite Verebnung unterhalb des Rif. Marinelli. Über eine kurze Steilstufe gelangt der Schitourengeher in eine weite Mulde, welche am Westrand passiert wird. Von der Mulde weg wird die Tour immer alpiner. Über einen steilen Hang steigt man Richtung Forcella Monumenz auf, quert aber knapp unterhalb der Scharte am Fuße einer Felswand nach Osten (rechts). Durch eine flache Rinne steigt man aufwärts und zieht dann nach links, wo man einen weiteren sperrenden Riegel erreicht (bei wenig Schnee schwierig). Nach Überwinden dieser Steilstufe geht es steil aufwärts bis zu einer weiteren exponierten Querung. Zuletzt gilt es über einen schmalen Hang (bei Schneearmut Schidepot notwendig) zum Gipfelplateau aufzusteigen. Von dort sind es nur mehr wenige Meter zum Gipfel.

 

Beim Aufstieg kann man zuerst von der Casera Collinetta di sotto (1380m, knapp westlich des Passes) rund 100 Höhenmeter nach Süden abfahren bzw. absteigen. Auf einem schmalen Steig (Nr. 148) gelangt man in westlicher Richtung (rechts) durch einen Buchenwald in wenigen zum Sommerfahrweg und weiter zur Casera Val di Collina. Von hier gilt es, dem Weg nach Westen zur Casera Plotta (vor dieser Alm Vorsicht auf Nassschneelawinen) und bis knapp unter die Marinelli Hütte zu folgen, wo man auf die Aufstiegsvariante eins trifft.

 

Bei der dritten Aufstiegsmöglichkeit startet der Schitourengeher auf der Südseite des Plöckenpasses in einer Kehre (Parkplatz, 1083m) und wandert von hier hinauf auf dem Sommerfahrweg zur Casera Val di Collina und dann weiter im Sinne der Variante zwei.

 

Für die Abfahrt kann man (je nach Schneelage) eine der drei Aufstiegsmöglichkiten wählen. Die ersten rund 300 Höhenmeter vom Gipfel hinunter sind sehr steil und anspruchsvoll. Im unteren Bereich gilt es bei allen drei Varianten immer wieder längere Querfahrten zu passieren.

 

Die Tour auf die Kellerwarte führt in ein landschaftlich traumhaftes Gebiet. Durch den langen Zustieg muss man aber einen ganzen Tag für diese Tour einplanen. Bei der Aufstiegsvariante über den Durchstieg sind ev. Steigeisen notwendig. Bei den anderen beiden Anstiegsmöglichkeit warten bis zum Rif. Marinelli keine Schwierigkeiten auf den Schibergsteiger. Erst dann wird die Tour alpin und anspruchsvoll. Wiederholt sind steile felsdurchsetzte Hänge zu überwinden. In den oberen Bereichen können auch Steigeisen notwendig sein. In Summe ist diese Tour nur für konditionsstarke und erfahrene Schitourengeher zu empfehlen.

Vom Gipfel aus bietet sich dann ein herrliches Panorama: Umrahmt von den beiden höchsten Bergen der Karnischen Alpen (Hohe Warte und Kellerspitzen) reicht der Blick vom Großvenediger bis zur Adria.

Der Collin wird von den ersten Sonnenstrahlen beschienen
Der Collin wird von den ersten Sonnenstrahlen beschienen
Kurz vorm Durchstieg posiert die heutige Mannschaft in traumhaftem Ambiente
Kurz vorm Durchstieg posiert die heutige Mannschaft in traumhaftem Ambiente
Im Durchstieg
Im Durchstieg
Querung oberhalb der Casera Monumenz, im Hintergrund rechts der Piz Timau
Querung oberhalb der Casera Monumenz, im Hintergrund rechts der Piz Timau
Zum ersten Mal zeigt sich die Kellerwarte (links der Mitte), der Aufstieg erfolgt direkt über die Südflanke
Zum ersten Mal zeigt sich die Kellerwarte (links der Mitte), der Aufstieg erfolgt direkt über die Südflanke
Aufschwung im oberen felsdurchsetzten Teil
Aufschwung im oberen felsdurchsetzten Teil
Die letzten Meter hinauf zum Gipfel
Die letzten Meter hinauf zum Gipfel
Blick hinunter in die Kellerscharte
Blick hinunter in die Kellerscharte
Der höchste Gipfel der Karnischen Alpen, die Hohe Warte
Der höchste Gipfel der Karnischen Alpen, die Hohe Warte
Blick über den überraschend "flachen" Gipfelbereich nach Süden
Blick über den überraschend "flachen" Gipfelbereich nach Süden
Auch Österreichs höchster Berg, der Großglockner, zeigt sich
Auch Österreichs höchster Berg, der Großglockner, zeigt sich
Im Südosten sind es die Julischen Alpen hier mit Montasch (rechts) und Wischberg (links)
Im Südosten sind es die Julischen Alpen hier mit Montasch (rechts) und Wischberg (links)
Bei der Abfahrt
Bei der Abfahrt
Meine Begleiter genießen bei einer kurzen Pause die Sonne sowie die herrliche Landschaft
Meine Begleiter genießen bei einer kurzen Pause die Sonne sowie die herrliche Landschaft