Trogkofelumrundgung Creta di Rio Secco 2203m

~1250 bis 1550m (schwer, lang)

6.4.2014

 

Die Anfahrt führt nach Tröpolach und von dort weiter hinauf Richtung Naßfeld. Bei der Talstation des Gartnerkofelliftes zweigt nach rechts (Westen) eine rund 2km lange Stichstraße nach Sonnleiten (1400m, Parkplatz) ab. Je nach Schneeverhältnissen findet man rund um die Hotels und Ferienhäuser mehr oder weniger Parkplätze.

Nun zu Fuß (zuerst auf dem geschobenen Forstweg) nach Südwesten, wobei nach wenigen Minuten ein markierter Weg links abzweigt. Auf diesem wandert man unter leichtem Höhenverlust in den Rudniggraben, bis man in etwa 1400m den Bach erreicht und diesen auch überquert. In weiterer Folge führt der Aufstiegsweg entlang der Piste, vorbei an der Rudnigalm (1622m), Richtung Süden auf den Rudnigsattel (1942m), wobei die letzten 50 Höhenmeter hinauf zum Sattel im freien Gelände zurückgelegt werden.

Wer die Creta di Rio Secco auslässt fährt jetzt nach Westen durch das Trogtal bis zu einer großen Verebnung (C.ra di Aip, 1680m) ab.

Für den Aufstieg zur Creta di Rio Secco quert man hingegen vom Rudnigsattel nach Südwesten in eine sehr steile Flanke, welche unter den Abbrüchen der Creta di Pricotič ins Trogtal zieht. Für einige Meter ist das Gelände sehr steil, ehe man in 2050m  sanftes Gelände erreicht. Der Weiterweg führt direkt nach Süden über schöne Hänge bis zum Gipfel.
Die Abfahrt ins Trogtal absolviert der Schialpinist in mehreren Stufen über die Westhänge der Creta di Rio Secco. Zu Beginn hält man sich tendenziell links, mit abnehmender Höhe zieht man dann nach rechts (Nordwesten) und gelangt so zur schönen Verebnung in 1680m.

 

Nun heißt es wieder anfellen. Nach Überwindung einer kurzen Steilstufe erreicht der Schitourengeher die sanft geneigten Hänge südlich vom Trogkofel. Hier quert man nun nach Westen bis zum Ende des Trogkofelzuges unmittelbar über der Rattendorfer Schneid. Jetzt öffnet sich nach Norden hin ein kleines Kar, welches in einem schönen Sattel (1990m) knapp östlich vom Zottachkopf endet. Um den Zottachkopf zu ersteigen wendet sich der Schibergsteiger nach links (Westen), überwindet eine kurze Felsstufe und erreicht den Gipfel dann über den Sommerweg von Süden. Die letzten Meter zum Gipfel sind selbst in schneereichen Wintern oft felsig.

Nach der Besteigung des Zottachkopfs erfolgt wieder eine Abfahrt und zwar nach Norden in ein weites Kar unterhalb der Trogkofelwände. Hierfür nutzt man vom schönen Sattel weg eine Rinne, welche am westlichen Rand des Sattels nach Norden talwärts zieht. In 1660m verflacht das Gelände und es gilt wieder anzufellen.

 

Jetzt erfolgt der letzte nennenswerte Aufstieg dieser Tour. Nach rechts (Osten) leitet ein schönes mit zunehmender Höhe etwas schmäler werdendes Kar in den Großen Sattel (1948m).

Die Abfahrt vom Sattel führt nach Osten zunächst sehr steil durch freies Gelände, dann eher flach in den Wald hinein, wo man wieder auf eine Schipiste trifft. Auf dieser geht es bis zu den Gondelstationen (1375m) unter der Rudnigalm. Von hier gilt es nun entweder im Gelände oder zu Fuß über einen Forstweg zurück nach Sonnleiten aufzusteigen.

 

Diese Tour startet zwar in einem Schigebiet, im Frühjahr ist man aber meist schon vor den ersten Schifahreren bzw. überhaupt erst nach dem Ende der Liftsaison unterwegs. Besonders die Landschaft südlich des Trogkofels ist einfach beeindruckend und im Winter finden nur sehr wenige Schibergsteiger den Weg dorthin. Sichere Lawinenverhältnisse sowie stabiles Wetter sind bei dieser langen Tour Grundvoraussetzung. Sichere Schitechnik sind neben der Querung zur Creta di Rio Secco auch für die Abfahrt vom Zottachkopf nach Norden hin notwendig. Natürlich kann man die Tour auch in entgegengesetzter Richtung durchführen. Wenn man die Creta di Rio Secco auslässt, vereinfacht sich dadurch besonders der schitechnische Schwierigkeitsgrad bei der Abfahrt, da man sich vom Rudnigsattel weg auf Schipitsen bewegt.

Hier am Großen Sattel (rechts vom Trogkofel) endet der letzte Anstieg der Tour
Hier am Großen Sattel (rechts vom Trogkofel) endet der letzte Anstieg der Tour
Die steile Querung zum flachen Gipfelplateau der Creta di Rio Secco
Die steile Querung zum flachen Gipfelplateau der Creta di Rio Secco
Die Creta di Rio Secco (links)
Die Creta di Rio Secco (links)
Der Blick vom Gipfel der Creta di Rio Secco nach Nordwesten zum Trogkofel (rechts) und zum Hochwipfel (Bildmitte)
Der Blick vom Gipfel der Creta di Rio Secco nach Nordwesten zum Trogkofel (rechts) und zum Hochwipfel (Bildmitte)
Blick durch das Trogtal zurück Richtung Creta di Rio Secco
Blick durch das Trogtal zurück Richtung Creta di Rio Secco
Schon nach der Steilstufe der Rückblick über das Trogtal zur Creta di Rio Secco (rechts), ganz links der Rudnigsattel
Schon nach der Steilstufe der Rückblick über das Trogtal zur Creta di Rio Secco (rechts), ganz links der Rudnigsattel
Aufstieg durch das kleine Kar Richtung Zottachkopf, im Hintergrund der Monte Zermula
Aufstieg durch das kleine Kar Richtung Zottachkopf, im Hintergrund der Monte Zermula
Der Zottachkopf ist erreicht, vom Hochwipfel sind südseitig unzählige Grundlawinen abgegangen
Der Zottachkopf ist erreicht, vom Hochwipfel sind südseitig unzählige Grundlawinen abgegangen
Nach Osten zu zeigt sich schon das letzte Ziel dieser Rundtour, der Große Sattel
Nach Osten zu zeigt sich schon das letzte Ziel dieser Rundtour, der Große Sattel
Abfahrt in der steilen Rinne nach Norden
Abfahrt in der steilen Rinne nach Norden
Die Schneemengen 2014 sind einfach beeindruckend, im Hintergrund der Große Sattel
Die Schneemengen 2014 sind einfach beeindruckend, im Hintergrund der Große Sattel
Nochmals ein Blick zurück zur steilen Rinne (links) und zum Zottachkopf (Bildmitte)
Nochmals ein Blick zurück zur steilen Rinne (links) und zum Zottachkopf (Bildmitte)