Königstuhl 2336m

~600 bis 1000 Höhenmeter (leicht bis mittel)

21.12.2018

Für eine Besteigung des Königstuhls gibt es zwei Varianten.

Für den klassischen Zustieg (~600 Höhenmeter) fährt man mit dem Auto nach Schönfeld bis zur Dr. Josef-Mehrl-Hütte (1730m, Parkmöglichkeit).

Von dort wandert man dann auf der Langlaufloipe über die schöne aber flache Rosaninalm taleinwärts. In rund 1800m wird das breite Tal deutlich schmäler und das Gelände allmählich steiler. In westlicher Richtung erreicht man über mäßig steile Hänge den Rosaninsee (~2050m) und in weiterer Folge über den Sommerweg die südwestlich vom See gelegene Königstuhlscharte (2190m). Bei geringer Schneelage gilt es hier auf größere Steine im Gelände zu achten. Von der Scharte weg quert der Schitourengeher in die weite Westflanke des Königstuhls und über diese unschwierig auf den Gipfel.


Die Abfahrt erfolgt über die Aufstiegsroute.

 

Für die alternative Besteigung (~1000 Höhenmeter) fährt man in die Innerkrems und parkt beim letzten (östlichsten) Lift (~1575m).

Jetzt folgt man der Piste zunächst nach Osten und dann nach Süden hinauf zur Sauereggalm (1803m). Im Sinne des Sommerweges steigt man dann zur Grünleitenscharte (~2060m) auf, wobei man spätestens die letzten 50 bis 100 Höhenmeter abseits der Schipiste zurücklegt. Von der Scharte wandert man durch herrliches Nockbergegebiet in südöstlicher Richtung zum Friesenhalssee (~2165m). Je nach Lawinengefahr und Schneelage kann man dann über den Sommerweg direkt zur Königstuhlscharte (2190m) queren oder man muss den Umweg über die Friesenhalshöhe (2246m) nehmen. Von der Scharte weg quert der Schitourengeher in die weite Westflanke des Königstuhls und über diese unschwierig auf den Gipfel.

 

Die Abfahrt erfolgt zunächst zurück zur Königstuhlscharte und von dieser nach Nordosten hinab zum Rosaninsee. Jetzt heißt es nochmals anfellen und in nördlicher Richtung zum Vogelsangberg (2206m) aufzusteigen. Je nach Schneelage und Lawinensituation kann hier eine kluge Spurwahl gefragt sein. Bei passenden Verhältnissen kann man gleich von diesem Gipfel nach Westen Richtung Sauereggalm abfahren, bei schlechter Schneelage kann es notwendig sein, nach Norden zum Sauereggnock zu wandern und von diesem über die Südwestmulde zur Sauereggalm abzufahren. Über die Piste geht es dann zurück zum Ausgangspunkt.

 

Über beide Varianten ist der Königstuhl eher als Schiwanderung zu sehen. Das Rosanintal ist relativ lange und der Gipfelaufbau des Königstuhls ist oftmals abgeblasen und dadurch schifahrtechnisch nicht allzu interessant. Ein Anstieg von Innerkrems dauert relativ lange, man ist aber besonders ab der Grünleitenscharte in herrlichem Nockbergeambiete unterwegs. Hier ist der Knackpunkt die Querung vom Friesenhalssee zur Königsstuhlscharte. Bei erhöhter Lawinengefahr ist dieser steile Hang unbedingt zu meiden.

Wer die Nockberge liebt, den wird es nicht stören, dass sich die Abfahrtsfreuden in Grenzen halten. Aber wer liebt nicht die Nockberge?

Am Weg zur Grünleitenscharte
Am Weg zur Grünleitenscharte
Nockberge pur am Weg von der Grünleitenscharte zum Friesenhalssee
Nockberge pur am Weg von der Grünleitenscharte zum Friesenhalssee
Der Blick nach Norden, rechts in der Verbenung liegt der Rosaninsee
Der Blick nach Norden, rechts in der Verbenung liegt der Rosaninsee
Rückanstieg vom Rosaninsee (links) hinauf zum Vogelsangberg, im Hintergrund links der Königstuhl
Rückanstieg vom Rosaninsee (links) hinauf zum Vogelsangberg, im Hintergrund links der Königstuhl
Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining