Aktuelle Tourenseite

23.1.2011 Warum gibt es hier keine neuen Touren?

Manch ein treuer Besucher der Berg- und Schitourenseite wird sich vielleicht fragen, warum es heuer bisher keine (neuen) Schitouren auf dieser Seite gibt. Der Grund liegt nicht, wie mancher vielleicht vermuten könnte, an der Schneearmut in den südlichen Gebirgszügen, sondern an einer hartnäckigen Verletzung, welche mich seit bald 4 Wochen zum Nichtstun zwingt.

Aber wo kann man aktuell wirklich etwas unternehmen?

Gute Schneelage herrscht grundsätzlich in den Hohen Tauern sowie den südlich daran anschließenden Gipfeln. Exponierte oder freie Lagen in den oberen Bereichen sind teilweise jedoch stark abgeblasen, trotzdem findet man hier im Moment gute Schitourenbedingungen.

Zum Schluss noch die Frage der Fragen: Wann kommt der Schnee in den Süden?

Leider ist auch in den kommenden Tagen, abgesehen von ein paar Zentimetern für die Kosmetik, kein nennenswerter Neuschnee südlich der Alpen zu erwarten.

4.1.2012 Der Norden versinkt im Schnee, der Süden muss weiter warten

Das Jahr 2011 ging ohne ergiebige Schneefälle zu Ende, das Jahr 2012 startete aber zumindest am Berg winterlich. Eine Front brachte vom 2. auf den 3.1.2012 in den südlichen Gebirgsgruppen rund 30cm Neuschnee. Unterhalb von etwa 1200 fehlt jedoch eine halbwegs mächtige Schneedecke und daran wird sich auch in den kommenden 7-10 Tagen wohl nichts ändern.

Eine anhaltende Nord- Nordwestströmung lässt die Nordalpen im Schnee versinken, in der Alpen-Adria-Region kommt es aber höchstens nur zu einzelnen Schauern. Dazu weht in der Höhe stürmischer Wind, was einerseits zu unangenehmen Tourenbedingungen und andererseits in den Nordalpen zu sehr hoher Lawinengefahr führen wird.

Südlich der Alpen findet man ehesten in den Juliern die eine oder andere Tourenmöglichkeit.

Die nächste Hoffnung auf Neuschnee in Kärnten gibt es aus aktueller Sicht frühestens um den 13.1.2012. Bis dahin heißt es sich zu gedulden oder zu hoffen, dass die bevorstehenden etwas kühleren Temperaturen einige Seen zufrieren lassen werden.

20.12.2011 Canalone della Strugova

Eigentlich hatte ich die Hoffnung auf eine schöne Schitour vor Weihnachten bereits aufgegeben. Aber irgendwie wollte ich doch nicht daran glauben, dass im Umkreis von Villach keine wirklich lohenende Schitour möglich sein sollte. Also verschaffte ich mir einen Überblick über die Daten der einzelnen Lawinenwarndienste, brütete über zahlreichen Karten und studierte Fotos der letzten Woche. Schließlich fiel meine Entscheidung auf die Weißenfelser Seen und sofern es möglich sein sollte auf den Canalone della Strugova. Am Oberen Weißenfelser See angelangt, machte ich mir eigentlich kaum Hoffnung. Magere 5cm Schnee, aber der Weg Richtung Zacchi-Hütte war ohne Steinkontakt gehbar. Als ich zur Abzweigung zum Strugova-Kar kam, war ich sehr überrascht, es war tatsächlich gespurt. Also nichts wie weiter. Die Spuren endeten etwa auf halber Höhe im Kar. Bei bis zu 30cm Pulverschnee spurte ich noch bis zum Wandfuß um von dort eine herrliche Abfahrt zu genießen. Meist nur leicht gepresster Pulver war wirklich eine schöne Belohnung für die erste Schitour seit 2 Monaten!

Achtung neue Toureneinteilung!

Um die Übersichtlichkeit der Berg- und Schitourenseite zu erhöhen, habe ich die beschriebenen Touren in den einzelnen Gebirgsgruppen etwas umgestellt. Ab sofort werden die Schitouren in den einzelnen Untergruppen nicht mehr nach Datum sondern nach Schwierigkeit geordnet (von leicht nach schwer). Zusätzlich sind die Touren auf den google-maps-Karten je nach Schwierigkeit eingefärbt (Ampelprinzip):

leicht = grün

mittel = gelb

schwer = rot

Ich hoffe damit die Benutzerfreundlichkeit etwas zu erhöhen.

Die Startseite bleibt unverändert, hier werden die aktuellen Touren oder besondere Ereignisse weiterhin kurz beschrieben.


View Schitouren 2011/12 in a larger map

19.12.2011 Das Jahr endet schneelos!

Vor knapp 2 Wochen habe ich angedeutet, dass es im Süden so bald keinen nennenswerten Neuschnee geben würde. Jetzt ist zwar zumindest am Berg etwas Schnee gefallen, viel war es aber nicht und den Großteil hat der stürmische Nordwind auch wieder verblasen. Somit gibt es aktuell in Kärnten kaum wo annehmbare Schitourenverhältnisse. Der Kosiak oder auch die Romaten sind im Moment zwar gehbar, Genuss schaut aber wohl anders aus.

Jetzt könnt man sich denken, irgendwann muss es doch endlich wieder einmal richtig schneien. Denken kann man schon daran, nur die Natur hält sich leider nicht an unsere Gedanken und Hoffnungen.

Bis Weihnachten steht uns eine Nordlage ins Haus, somit sind wir auf der Alpensüdseite weiter wetterbegünstigt. Abgesehen von einzelnen Flocken und Regentropfen ist bei so einer Wetterlage von Osttirol bis ins Südburgenland außer am Tauernhauptkam kaum Neuschnee zu erwarten.

Danach dreht die Strömung auf West und bringt uns im Süden weiterhin keinen Schnee. Diese Wetterlage hält dann bis über den Jahreswechsel hin an.

 

Ein neues Jahr, ein neues Glück?

Zu hoffen wäre es, realstisch gesehen, stehen unsere Chancen aber auch dann schlecht. Die globale Wetterzirkulation ändert sich bis auf weiteres nicht! Man sollte sich also zumindest Anfang Jänner sowohl im Tal als auch am Berg auf schneearmes Wetter einstellen.

Wer schöne Schitouren machen will, wird wohl großräumig nach Norden ausweichen müssen.

13.12.2011 Göriacher Alm

Fast 2 Wochen sind seit meiner letzten Wanderung vergangen und schon damals habe ich befürchtet, dass es nicht die letzte Tour ohne Schier in diesem Jahr sein würde. Seit Anfang Dezember hat es kaum geschneit, 10cm am Berg in der Nacht von 12. auf 13.12.2011 waren die gesamte Ausbeute.

Somit müssen die Schitourenschier weiter warten und die Bergschuhe haben auch noch Mitte Dezember Saison. Da ich weite Fahrstrecken vermeiden wollte, fiel mein Ziel auf die nahe Göriacher Alm, die östlichste Alm der Karnischen Alpen. Der Aufstieg führt lange Zeit durch den Wald. Oben hat man dann einen wunderbaren Blick ins Gailtal.


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6.12.2011 Wann wird's mal wieder richtig Winter?

Ein Winter, wie's ihn früher einmal gab!

Diese Frage stellen sich im Moment nicht nur Schigebietsbetreiber, sondern auch Schitourengeher und Freunde von weißen Weihnachten.

Während es in den Nordalpen nun endlich so weit ist und eine Front nach der anderen immer wieder für etwas Neuschnee sorgt, schauen wir an der Südseite der Alpen quasi durch die Finger oder höchstens noch zur Sonne!

 

Nun, ich muss gleich alle Schneefans schwer enttäuschen!

Bis zur Monatsmitte ist in Kärnten und Osttirol- abgesehen vom Tauernhauptkamm- kein nennenswerter Neuschnee in Sicht!

Temperatur- (linke Skala) und Niederschlagsentwicklung (rechte Skala, Linien unten) für die Südalpen bis 21.12.2011

Die Grafik des amerikanischen Wettermodells zeigt die Temperatur in 1500m (Linien oben, die rote Linie ist der vieljährige Mittelwert) und die Niederschlagsmengen (Linien unten). Die einzelnen Farben grenzen das Spektrum der möglichen Wetterentwicklung ein. Je enger die Linien zusammenliegen, desto eher ist mit einem Eintreffen der Prognose zu rechnen. Insgesamt gibt es rund 20 Farben = Möglichkeiten.

Bei der Temperatur bewegen sie sich bis zum 21.12.2011 mehr oder weniger um den Mittelwert.

Beim Niederschlag tut sich bis zum 15.12.2011 einmal gar nichts und auch danach deuten sich nur einzelne Ausreißer an.

 

Fazit: Schnee? In der nächsten Woche kommt keiner. Wenn wir Pech haben, dann gibt es sogar bis Weihnachten sowohl im Tal als auch am Berg keinen nennenswerten Neuschnee!

1.12.2011 Hocheck

Auch wenn es schon Dezember ist, nahme ich nochmals meine Bergschuhe und machte mich auf, hinaus aus dem Nebel in die Sonne. Nachdem ich in den Vortagen in den Gailtaler und Julischen Alpen unterwegs war, wollte ich dieses Mal etwas anderes. Mein Ziel fiel auf eine Kammwanderung rund um die Böse Nase. Von der Christebauerhütte ging es zunächst nach Osten auf den Hummelkopf und dann entlang des gesamten Grates über Böse Nase und Gurglitzen bis aufs Hocheck. Das war dann hoffentlich meine letzte Wanderung in diesem Jahr, wobei ich mir da bei einem Blick auf die Wetterkarten nicht ganz so sicher bin!

30.11.2011 Cima dei Mughi (Julische Alpen)

Ich wollte wieder einmal etwas Neues ausprobieren aber nicht zu weit fahren und auch nicht zu lange unterwegs sein. Nach längerem Kartenstudium fiel mein Ziel schließlich auf diesen selten begangenen Gipfel über dem Predilpass. Beim Weggehen dann leider ein kurzer "Schock". Meine Kamera ist zu Hause geblieben. Egal, muss ich halt alles mit meinem Hirn abspeichern. Der Aufstieg erfolgt problemlos auf einem alten Kriegssteig. Nur gleich zu Beginn muss man aufpassen, dass man auf der anderen Bachseite den Steig gleich findet. Im Herbst, wenn alles kahl ist, stellt dies aber kein großes Problem dar. Am Gipfel angekommen genieße ich schließlich die Sonne und das kleine aber feine Panorama, welches vom Kanin über den Mangart bis zur Hochalm und zum Wischberg reicht.

29.11.2011 Kobesnock

Im Tal: Hochnebel

Am Berg: Sonne

Dieses Spiel kennen wir ja jetzt schon zur Genüge! Aber irgendwie will sich daran einfach nichts ändern! Also muss man das Beste daraus machen und aus diesem Grund zog es uns wieder hinauf in die Berge. Unser Ziel war dieses Mal der Kobesnock hoch über Bleiberg-Kreuth. Über den Zebernock ging es rauf und über die Wertschacher Alm wieder runter. Bei der aktuellen Wetterlage bin ich mir fast sicher, dass dies noch nicht die letzte Bergtour vorm Winter war!

20.11.2011 Wöllaner Nock

Die Wandersaison will und will nicht enden! Das anhaltende Schönwetter und der Hochnebel im Tal animierten uns zu einer kleinen Genusstour auf den Wöllaner Nock. Bei traumhaftem Sonnenschein wanderten wir über den Vorderen auf den Wöllaner Nock. Sonne und Aussicht genießen, war das Motto.

Ob das jetzt wirklich die letzte Wanderung vor der Wintersaison war? Wenn man sich so die meteorologischen Modelle ansieht, wohl noch nicht, denn im Süden dürfte es noch eine weitere Woche strahlenden Sonnenschein geben!

O winter, where art thou?

17.11.2011 Torre Clampil, Roßkofel, Creta di Pricot

Im Tal nichts als Hochnebel, auf den Bergen strahlend sonnig. Also heißt es wieder hinaus und rauf. Dieses Mal ging es in die Karnischen Alpen. Nachdem ich den Roßkofel bereits 2009 im Winter bestiegen hatte, sollte er jetzt auch als Bergtour herhalten. Bei traumhaftem Wetter ging es über den leichten Klettersteig Contin zum Gipfel, wobei ich beim Aufstieg noch den Torre Clampil mitnahm. Das Gipfelpanorama war einfach gewaltig! Nach einer langen Rast trat ich den Rückweg an. Dieser führte zunächst gemütlich zur Creta di Pricot, von dort weg wurde es aber prickelnd. Der Steig führt über extrem steile Hänge abwärts, quert auf schmalen Felsbändern und leitet schließlich in eine markante Scharte hinab. Wer glaubt, jetzt wird es leichter irrt. Der weitere Abstieg führt durch eine Schlucht und erst an dessen Fuß hat man die letzten Schwierigkeiten überwunden. Auf schönen Kriegssteigen geht es dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Tolle Tour, leichter ist sie aber in entgegengesetzter Richtung!

14.11.2011 Plattnock

Fast 2 Wochen war ich nun nicht mehr am Berg unterwegs. Aber manchmal muss auch ich arbeiten. Aber nachdem der November 2011 außergewöhnlich stabiles Wetter mit sich bringt und von Neuschnee keine Spur ist, bieten sich auch zur Monatsmitte in den Nockbergen noch ideale Wanderbedingungen. Bei einer Wanderung auf den Plattnock konnten wir neben dem herrlichen Sonnenschein auch die traumhafte Aussicht sowie absolute Ruhe genießen. Ich kann jedem nur empfehlen das schöne Wetter noch für Wanderungen zu genießen. Die Tourenschier werden wir hoffentlich schon noch früh genug anschnallen können...

2.11.2011 Eiskargletscher Stationsservice

Seit etwa 2 Wochen steht die neue Wetterstation im Eiskar und damit sie auch über den Winter Daten sammelt, wurde am 2.11.2011 ein PV-Panel angeschlossen.

Der Zustieg war schon recht winterlich und die mitgenommenen Utensilien wie Seil, Steigeisen und Pickel waren uns sehr hilfreich!

29.10.2011 Millstätter Alm

Ein Blick auf die Webcams zeigt, es macht in Villach keinen Sinn darauf zu warten, dass sich der Hochnebel lichtet. Also geht es rauf und zwar zur Lammersdorfer Hütte hoch über dem Millstätter See. Bei traumhaftem mildem Wetter wandern wir zum Jufenkreuz und dann noch auf den Lammersdorfer Berg (Stoana Mandl). Die Aussicht ist dort oben einfach sensationell und die weißen Berge tun das übrige dazu! Herrlich war's. (Die Fotos im Bericht stammen vom November 2008, sind aber fast ident mit den heutigen, siehe Bild unterhalb.)

Beim Wetterkreuz, im Hintergrund die Kreuzeckgruppe (links) und die Böse Nase (rechts)

28.10.2011 Techantinger Mittagskogel
Vor genau einer Woche war ich das erste Mal in der anlaufenden Wintersaison mit den Tourenschiern unterwegs. Milde Temperaturen und Regen haben aber besonders sonnseitig den gesamten Schnee wieder geschmolzen. Somit herrschen nun wieder gut Wanderbedingungen. Ich suchte mir aber natürlich nicht einen sonnigen, sondern einen schattigen Hang aus. Der Techantigner Mittagskogel war der letzte Gipfel, welcher mir zwischen Dreiländereck und Vertatscha noch fehlte und deshalb nahm ich oberhalb von rund 1500m etwas Schneestapfen gerne in Kauf, um diesen weißen Flecken auf meiner Bergtourenkarte zu entfernen.

21.10.2011 Zwölfer (Dobratsch)

Schon am Vorabend wächst in mir der Gedanke, nach dem kräftigen Schneefall meine alten Tourenschier wieder aus dem Keller zu holen. In der Früh packe ich dann meine sieben Sachen, setze mich ins Auto und fahr auf die Roßtratte. Unten alles Nebel, doch dann plötzlich ist der Himmel ober mir klar und ich fahre durch ein Winterwonderland! Oben angekommen lege ich gleich los und ziehe meine Spur hinauf Richtung Zehner. Die Morgenstimmung ist grandios und ich marschiere noch weiter bis auf den Zwölfernock. Dort empfängt mich kalter Nordwind. Nach ein paar Fotos geht es auch schon wieder talwärts. Am Weg liegt genug Schnee, abseits ziehe ich meine Spur durch 40cm Pulver, leider ohne Unterlage. Mir ist es aber egal, denn ich bin eh mit den alten Schiern unterwegs und genieße meine erste Oktoberschitour in vollen Zügen.

18.10.2011 Hochkreuz und Scharnik (Kreuzeckgruppe)

Was für ein Tag! Sepp Forcher würde sagen:" Es ist so schön, da braucht man eigentlich gar nicht mehr viel dazu sagen!" Bis es so schön war, hieß es jedoch, zunächst einen langen "Talhatscher" zu absolvieren. Von der Unterdraßnitzer Alm weg wurde die Aussicht aber mit jedem Höhenmeter schöner und vom Hochkreuz bot sich uns ein grandioses 360° Panorama, welches von der Marmolada im Westen bis zum Triglav im Osten reichte. Da wir noch ein paar Kraftreserven hatten und diesen Traumtag nutzen wollten, wanderten wir hinüber zum Scharnik um von dort den weiten Weg zurück zum Auto in Angriff zu nehmen. Wer diese Tour nicht an einem Tag absolvieren will, kann natürlich auch einen Zwischenstopp auf der Hugo-Gerbers-Hütte einlegen (Achtung: im Oktober nicht mehr geöffnet!)

17.10.2011 Neue Wetterstation im Eiskar

Nach langer Vorbereitung gelang es gerade noch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch, die neue Wetterstation auf der Moräne des Eiskargletschers aufzubauen. Im kommenden Winter sollen damit Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Windrichtung und-geschwindigkeit sowie die Schneehöhe gemessen werden.

14.10.2011 Teuchlspitz (Kreuzeckgruppe)

Nachdem ich 2 Tage zuvor auf der Škrlatica umdrehen musste, wollte ich es dieses Mal etwas gemütlicher angehen. Ziel war der Teuchlspitz, hoch über dem gleichnamigen Ort. Während des Aufstieges reichte der Blick zunächst nur zurück zur Kreuzeckgruppe. Vom Gipfel bot sich dann aber ein traumhaftes Panorama zum nahen frisch verschneiten Tauernhauptkamm. Zum ersten Mal in dieser Wanderersaison konnte ich richtiges Herbstfeeling genießen.

12.10.2011 Škrlatica

Manche Berge machen es dem ambitionierten Bergsteiger einfach schwer, davon kann auch Gerlinde Kaltenbrunner ein Lied singen. Mein "K2" ist die Škrlatica. Nachdem mich letztes Jahr ein Gewitter vom Gipfelsieg abgehalten hatte, war es heuer der Schnee. Ich gebe zu, ich war etwas optimistisch, aber lange Zeit sah es sehr gut aus, der Gipfelaufbau schien annhähernd schneefrei zu sein. Bei genauerer Betrachtung vor Ort zeigte sich aber, dass der Schnee in die Rinnen verweht worden war, durch welche aber der Aufstieg führt. Rund 200 Höhenmeter kämpfte ich mich über den "Klettersteig" vorsichtig höher. Als schließlich nur mehr die Querung zum Gipfel (nochmals rund 140 Höhenmeter) auf mich wartete, musste ich aber doch passen. Schon für die 200 Höhenmeter hatte ich fast 1h gebraucht und der Weiterweg war  stellenweise auch noch vereist. So musste ich trotz traumhafter Sicht schweren Herzens den Rückweg antreten. Außerdem hatte ich rund 50% meines psychischen Speichers bereits verbraucht, den Rest wollte ich mir für den unangenehmen Abstieg aufheben. Manchmal muss man eben auch umdrehen können! Aber, nächstes Jahr werde ich wieder kommen, dann bei stabilem Schönwetter, ohne Schnee, im Sommer.

10.10.2011 Dobratsch über den Jägersteig

Ein Wintereinbruch hatte die Kärntner Berge am Wochenende vor dem 10. Oktober in ein winterliches Gewand getaucht. Nach einer Warmfront am 10.10.2011 klarte es zu Mittag auf und dies nutzen wir um bei herrlichem Wetter durch die frische Winterlandschaft über den Jägersteig auf den Dobratsch zu wandern. Die rund 20cm Neuschnee stören nicht und so können wir die Sonne und die Aussicht genießen!

5.10.2011 Montasch- Findeneggweg

Endlich konnte auch ich einmal das schöne Wetter nutzen. Dieses Mal war mein Ziel der Montasch und eigentlich wollte ich ja die Überschreitung bis zur Terrarossa durchführen, dazu hätte ich aber früher aufstehen müssen, also wurde es "nur" eine schöne Runde mit dem Findeneggweg als Auf- und der Scala Pipan als Abstiegsroute. 1300 Höhenmeter waren mir dann aber doch nicht genug. Zurück auf der Pecol Alm wollte ich nochmals ein Foto machen, aber - ach du Schreck! Wo ist meine Kamera? Nach einer paar Sekunden der Fassungslosigkeit war mir klar: Ich hatte sie beim Abstieg rund 500 Höhenmeter über der Alm bei einer kurzen Rast liegen gelassen. Es blieb mir also nichts anderes übrig als wieder zurück aufzusteigen. In diesem Fall war ich sehr froh, dass ich den Leitsatz von meinem Vater beherzigt hatte, dass man bei einer Bergtour bis zum Schluss immer einen Panikschluck aufbewahren soll!

Die Scala Pipan am Montasch

29.9.2011 Creta dal Cronz (Karnische Voralpen)

Auf der Suche nach für mich neuen Touren wurde ich dieses Mal in den Karnischen Voralpen hoch über Pontebba fündig. Die Creta dal Cronz ist mit 1664m zwar kein Riese, aber die Aussicht kann sich trotzdem sehen lassen. Und wer Einsamtkeit sucht ist hier wirklich richtig. Vom Gipfel aus konnte ich auch schon neue Tourenpläne schmieden, denn die Karnischen Voralpen bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten.

27.9.2011 Vertatscha von Norden

14 Tage nach der letzten Tour endlich wieder in den Bergen unterwegs! Ziel war die Vertatscha in den Karawanken und zwar vom Bodenbauer aus. Über die idyllische Orgisalm geht es zunächst auf gut ausgetretenen Steigen zum Matschachersattel. Dann wandert man auf Jägersteigen in die Südflanke der Vertatscha und über diese auf den Gipfel. Beim Rückweg legte ich noch einen Boxenstopp auf der Klagenfurter Hütte ein.Eine lange, aber sehr schöne Tour!

13.9.2011 Latschur

Der Himmel ist wolkenlos und ich habe frei. Ich kann nicht anders, ich muss hinaus. Nach langen Überlegungen fällt die Entscheidung für die Latschur und zwar vom Goldeck bzw. dem Parkplatz Seetal am Südhang des Spittaler Hausbergs aus. Vorbei an zahlreichen schönen Almen geht es zu den romantischen Siflitzer Hütten und dann hinauf auf die Latschur. Vom Gipfel bietet sich ein schönes Panorama, leider ist es etwas dunstig. Trotzdem, ich genieße die Bergluft und wandere dann über die Eckwand wieder zurück Richtung Ausgangspunkt. Zum Schluss wartet dann leider der gemeine Gegenanstieg. Aber auch den schaffe ich noch und erreiche zufrieden das Auto. Sehr abwechslungsreiche Tour!

7.9.2011 Eiskargletschermessung 2011

Wie jedes Jahr machte sich auch dieses Jahr Anfang September ein kleines Team auf den Weg um den Eiskargletscher zu messen. Neben 7 Messpunkten am unteren Eisrand (Längenänderung) gilt es 3 Messpunkt am Wandfuß (Einsinkbetrag) zu "besuchen". Zusätzlich werden auch 3 Eispegel (Einsinkbetrag der Eisoberfläche) kontrolliert. Nach den durchaus zufriedenstellenden Jahren 2008-2010, hinterlässt das Eiskar auch im Jahr 2011 einen positiven Eindruck. Nur eine von sieben Messmarken zur Eruierung der Längenänderung ist schneefrei (-0,9m zu 2010), alle anderen liegen unter einer Firn- bzw. Altschneeschicht. Von den Eispegeln ist auch nur einer schneefrei (-45cm zu 2010, Vergleich: 2010 zu 2009: -50cm). Wäre der heiße August nicht gewesen, wäre das Ergebnis noch deutlich besser ausgefallen, aber man kann es nicht ändern. Das aktuelle Klima ist eben nur etwas für die härtesten Gletscher unter der Sonne.

Das Eiskar zählt aber im Moment scheinbar dazu, denn:

Der Gletscher ist in Bezug auf die Längenänderung seit 4 Jahren stationär und das ist in Österreich einzigartig!

2.9.2011 Reißeck

Bevor ein Wochenende voller Arbeit wartet, wollte ich nochmals auf einen Berg und dabei die Kärnten Card nutzen. Also ging es mit der Reißeckbahn rauf zu den Mühldorfer Seen. Die Umgebung bei der Endstation der Reißeckbahn ist alles andere als einladend. Also schnell weg von da und über das Riekentörl und die Kalte-Herberg-Scharte auf das Reißeck. Ich habe immer gedacht, dass das Reißeck ist ein einziger Schutthaufen sei. Dem ist aber nicht so und eine Besteigung dieses fast 3000ers zahlt sich auch wegen der schönen Aussicht aus.

29.8.2011 Zsigmondykopf (Hohe Tauern)

Ende August oder Anfang September ist der Zeitpunkt, zu welchem die Gletscher am stärksten ausgeapert sind. Grund genug für uns, sich die Situation am Hochalmkees anzuschauen. Natürlich wollen wir aber auch einen Gipfel erklimmen und nachdem wir letztes Jahr auf der Hochalm waren, ging es dieses Mal auf den benachbarten Zsigmondykopf. Bei der traumhaften Fernsicht tut es mir fast Leid, dass wir nicht doch auf die Tauernkönigig gestiegen sind, denn von dort hätte man an diesem wunderschönen Tag eine noch bessere Aussicht genießen können. Egal, schön und lang war es trotzdem!

Traumhafte Aussicht vom Zsigmondykopf auf die Hochalmsptze

28.8.2011 Val Romana (Julische Alpen)

Val Romana? Klingt ja sehr spannend! Und welchen Gipfel erreicht man da? Punkt 1853m? Das soll eine vernünftige Bergtour sein, wo die Gipfel nicht einmal richtige Namen tragen? Es ist aber ein schöne rassige Tour! Eine Wanderung durch das wildromantische Val Romana ist auch ohne großen Gipfel ein Genuss. Die schroffen Felsen und Gräben der umliegenden Berge lassen den Wanderer klein erscheinen. Oben findet man sich dann plötzlich in einem formschönen grünen Kessel wieder und schließlich eröffnen sich herrliche Ausblicke in die Kanin- und Wischberggruppe sowie hinüber zum nahen Mangart. Wenn das nicht schön ist,...

23.8.2011 Spitzkofel (Lienzer Dolomiten)

Eine Tour nur für die härtesten unter der Sonne! Von Lienz aus kämpfen sich die Bergläufer beim "Dolomitenmann" über 1950 Höhenmeter auf das Kühbodentörl und das in teils nur 90min. Für die Schönheit der Natur haben die Sportler natürlich kaum etwas übrig. Ich stieg erst beim Klammbrückl in 1100m Seehöhe ein und brauchte für die Strecke bis zum Kühbodentörl knapp 120min und war dann schon müde, musste/wollte aber nochmals rund 400 Höhenmeter zum Spitzkofel aufsteigen. Denn von diesem Gipfel hat man eine herrliche Aussicht zu den Hohen Tauern oder auch nach Süden. Für den Abstieg wählte ich die Variante über die schöne Kerschbaumeralm. Eine schöne und schön lange Tour!

22.8.2011 Hitzewelle zum Sommerende

Wie oft wurde der Sommer 2011 schon totgesagt? Wie oft wurde er als kalt und unsommerlich bezeichnet? Bereits im Juli klagten Bäderbetreiber über die schlechte Saison, die Besucherzahlen seien "nur" durchschnittlich!

Muss aber ein Sommer in Österreich heiß und trocken sein? Wollen wir wirklich verdorrte Wiesen, Wasserknappheit und Hitze, oder wird hier von den vielen Medien nur eine Wunschvorstellung eines Italienurlaubs in Österreich erzeugt?

Denn schon nach 2 bis 3 Tagen Hitzewelle beginnt die Stimmung, wohl nicht zu unrecht, zu kippen: Wann wird es endlich kälter!?

Im Falle der aktuellen Hitzewelle dürfte dies spätestens mit Monatsende passieren! Im Laufe des Wochenendes erfasst eine erste Kaltfront den Norden Österreichs, während es im Südosten noch hochsommerlich heiß bleibt. Spätestens mit Beginn des meteorologischen Herbstes am 1. September bewegen sich die Temperaturen aus aktueller Sicht wieder in ganz Österreich im gemäßigten und der Jahreszeit angepassten Bereich.

Dass dieser Sommer übrigens alles andere als gletschergünstig war, zeigen aktuelle Webcambilder etwa wie jene vom Sonnblick:

http://www.sonnblick.net/portal/

Die Hitzewelle Ende August ist nochmals ein wahrer Schnee- und Eiskiller. Pro Tag schmelzen nun mehrere Zentimeter Gletschereis ab und machen 3 wechselhafte Sommerwochen rasch wieder vergessen!

16.8.2011 Monte Canin/ Kanin

Zwischen den Nebelbänken im Tal kann man den wolkenlosen Himmel erkennen. Ich muss raus/ rauf! Meine Wahl fällt auf die Julischen Alpen und ich möchte dem Kanin nach knapp 15 Jahren wieder einmal einen Besuch abstatten. Am Weg zum Sella Nevea zweifle ich, der Montasch wäre bei dieser traumhaften Sicht auch eine interessante Wahl. Aber ich bleibe hart und setzte mich in die erste Gondel hinauf zum Rif. Gilberti. Bei traumhaftem Wetter klettere ich über die Via Julia (Klettersteig C) auf den Kaningipfel. Oben angekommen der traumhafte Blick hinunter in die Tiefebene und zum Meer! Nicht ganz unzufrieden blicke ich nach Norden, der Monatsch steckt im Nebel, leider aber auch die Tauern; egal, die Aussicht nach Süden und Westen ist atemberaubend. Für die Abstiegsvariante entscheide ich mich gegen den Bänderweg, wandere lieber nach Osten zur Bergstation der Bovec-Gondel und nehme noch das schöne Felsenfenster mit. Da ich nur eine Bergfahrt gelöst habe, steige ich schließlich über den Kriegssteig ab. In Summe eine lange aber sehr schöne Tour!

Monti e mare, am Kanin in den Julischen Alpen

14.8.2011 Klomnock und Mallnock

Bei traumhaftem Wetter nehmen wir die Nationalparkbahn auf die Brunnachhöhe hoch über St. Oswald. Von dort geht es mit zahlreichen anderen Wanderern auf den Mallnock und dann weiter bis auf den Klomnock. Die Aussicht ist traumhaft schön. Die Julischen und Karnischen Alpen zeigen sich genauso wie die Tauern oder auch der Dachstein. Vom Gipfel folgt der lange Abstieg ins Tal. Fazit: Eine wunderschöne Höhenwanderung die wohl nicht nur wegen des einfachen Aufstiegs so beliebt ist!

9.8.2011 Dobratsch und Ganges

Unter der Woche ein Tag frei, am Abend davor eine nette Kaltfront. Was macht man da? Idealerweise keine weiten Anfahrtswege und nicht zu hoch hinauf (kalt und Neuschnee). Einmal im Sommer muss man als braver Villacher auf den Dobratsch. Dieses Mal wollte ich aber eine neue Aufstiegsvariante ausprobieren. Vom Hermsberg aus ging es Richtung Gipfel. Am Weg hinauf hab ich noch einen Abstecher hinüber zum Ganges (ist nicht nur ein Fluss in Indien sondern auch ein Gipfel im Dobratschzug) gemacht.

Fazit: Touren nach der Kaltfront sind einfach super, besonders wenns um Fotografie geht. Mir hat's Spaß gemacht, auch wenn ich beim Aufstieg den hinterhältigen und schmerzhaften Angriff einer müden Wespe hinnehmen musste.

6.8.2011 Martuljek Wasserfälle

Das Wetter ist nicht sehr beständig, dafür aber schwül. Also wollen wir nichts Langes und Großes unternehmen, sondern nur eine kleine Wanderung machen. Nachdem wir schon vor ein paar Tagen bei Bled in der Vintgar Klamm waren, wählten wir auch dieses Mal den Weg über den Wurzenpass und zwar bis nach Gozd Martuljek (knapp östlich von Kranjska Gora). Von dort geht es über einen schönen Steig zu zwei herrlichen Wasserfällen. Geheimtipp ist dieser Ausflug höchstens für Kärntner, denn unterwegs trafen wir unzählige Wanderer aus Slowenien und Italien.

Kleiner Wasserfall unter dem 2. Martuljek Wasserfall

2.8.2011 Vintgar Klamm

Ein Ausflug nach Bled führte uns bei hochsommerlichen Temperaturen in die kühle Vintgar Klamm. Knapp nordwestlich von Bled hat der Fluss Radovna mit seinem herrlichen Wasser eine bis zu 300 tiefe Schlucht gegraben. Kurze aber lohnende Tour, sofern man gerade im Raum Bled unterwegs ist.

1.8.2011 4000 Besuche

Liebe Leserinnen und Leser der Berg- und Schitourenseite! Der Juli 2011 hat in Bezug auf die Besucherzahlen einen neuen Rekord aufgestellt. Innerhalb der letzten 31 Tage haben knapp 3000 verschiedene Besucher diese Seite etwas mehr als 4000 Mal besucht und dabei fast exakt 15000 Seiten angeklickt.

Ich freue mich über dieses große Interesse an meiner Seite und werde auch in den kommenden Monaten versuchen, weitere schöne und spannende Berichte und Touren online zu stellen.

                                      Liebe Grüße    Gerhard

30.7.2011 Begehung des Eiskargletschers

Fast exakt einen Monat nach unserem letzten Besuch war es am 30.7.2011 wieder so weit. Ein kleines Team machte sich auf zum südlichsten Gletscher Österreichs, um zu sehen, welche Spuren der relativ kühle Juli 2011 dort hinterlassen hat. Die gewonnen Eindrücke sind durchwegs positiv. Der Schneerückgang betrug im Juli 2011 verbreitet 2-2,5m und weite Teile des Gletschers liegen noch unter einer geschlossenen Altschneedecke. Sofern kein extrem warmer August kommt, ist mit einem weiteren leicht positiven Massenbilanzjahr auf diesem kleinen Gletscher zu rechnen.

26.7.2011 Monte Zermula und Monte Pizzul

Nach unserer langen Nockbergetour wollten wir dieses Mal nur eine kurze Wanderung machen. Nachdem in höheren Lagen noch der Neuschnee liegt, entschieden wir uns für den formschönen Monte Zermula (2145m) knapp südlich vom Trogkofel. Über den netten Klettersteig (B/C) ging es auf den Gipfel, beim Abstieg nahmen wir noch den kleinen Monte Pizzul (1985m) mit. Ausgangs- und Zielpunkt war der Lanzenpass, welcher von Pontebba aus über eine schmale asphaltierte Bergstraße erreichbar ist. Herrliche Halbtagestour mit traumhaften Ausblicken.

25.7.2011 Schnee im Hochsommer

Wie kann denn das passieren, fragen sich die einen. Welch Genuss, meinen die anderen. Tatsache ist, dass es in der Früh des 24. Juli 2011 in den Südalpen zu den kräftigsten Julischneefällen seit 2007 gekommen ist. Am Dobratsch gab es 2cm Neuschnee, tagsüber schneite es aber munter weiter. Auf der Kredarica in 2500m am Fuße des Triglav waren es immerhin fast 20cm! So auch am Sonnblick und in den Nockbergen lagen am späten Vormittag 10 bis 20cm! Für die Gletscher ist Schnee im Sommer extrem wichtig. Einerseits kann es nicht warm sein wenn es schneit und andererseits ist die Albedo (Rückstrahlung) durch die frische weiße Pracht erhöht und es wird mehr Wärme reflektiert und weniger aufgenommen. Auch am südlichsten Gletscher Österreichs, dem Eiskargletscher in den Karnischen Alpen, hat es ein paar Zentimeter geschneit. Für diesen kleinen Gletscher ist die aktuell kühle Phase eine wichtige Verschnaufpause nach dem heißen Julistart im Kampf gegen das sommerliche Tauwetter.

19.7.2011 Nockbergerunde

Es sollte der schönste Tag der Woche sein und ich hatte frei. Doch in der Früh: Hochnebel und darüber einige Wolken. Gemeinsam mit einem Freund diskutierten wir lange, wohin wir gehen sollten. Für die südlichen Gebieten fürchtete ich im Tagesverlauf rasch entstehende Staubewölkung, also zogen wir in den trüben Nordosten und hofften dort auf mehr Sonne. Von St. Lorenzen im Gurktal marschierten wir im Nebel auf den Großen Speikkofel und im Nebel weiter auf die Bretthöhe. Dann erst lockerte es langsam auf und am Eisenhut saßen wir in der Sonne. Zurück ging es über den Wintertaler Nock und die Lattersteighöhe ins Gurktal. Dann folgte der nicht enden wollende Rückmarsch nach St. Lorenzen. Insgesamt legten wir knapp 1900 Höhenmeter und rund 20km Wegstrecke in 8h zurück. Eine sehr schöne aber extrem lange Tour!

13.7.2011 Extrem-Klettersteig in Bad Bleiberg

Was macht man an einem verdammt heißen Tag um die Mittagszeit? Na klar, man sucht sich einen schönen südseitigen Klettersteig. Gesagt, getan, gefunden. Der Extrem-Klettersteig in Bad Bleiberg ist kurz dafür aber ausgesetzt. Damit ich bei der Affenhitze nicht mit meinen schweren Bergschuhen gehen muss, hab ich meine Kletterpatscherln ausgepackt. Mit denen war der Steig ein Genuss, mit Bergschuhen ist er sicher ungleich schwieriger, da man auf der ausgesetzten Querung (D/E) nicht so leicht steigen kann. Als kurze Zugabe nahm ich noch den BGV-Klettersteig mit.

6.7.2011 Monte Cimone

Bevor es zu heiß wird und die Arbeit ruft, geht es nochmals schnell in die Berge. Ziel ist der letzte hohe Berg im Westen des Montaschzuges der Monte Cimone. Der Weg von der Pecol Alm Richtung Westen führt zunächst über einen wunderschönen alten Pilgerweg, ehe es steil aufwärts geht. Vom Gipfel aus bietet sich dem Wanderer ein grandioses Panorama mit dem Kaninmassiv im Süden und dem Montasch im Osten. Nach Norden hin sieht man bis zum Glockner und wenn das Wetter klar ist, kann man am Horizont im Süden sogar das Meer erkennen.

 

3. und 4.7.2011 Marmolada, Punta Penia

Zwei Freunde wollten schon vor einem Monat auf die Marmolada, damals mussten sie wegen Schlechtwetters umkehren. Dieses Mal zogen wir zu viert los um den höchsten Dolomitengipfel zu erklimmen. Von Villach aus führt uns die nicht enden wollende Fahrt bis auf den Passo di Fedaia. Erst um 17h gehen wir los und schlagen als einzige Gäste im Rifugio Pain dei Fiacconi unser Nachtlager auf. Am Folgetag geht es bei wolkenlosem Himmel und bestem Wetter über den Westgrat auf den Gipfel. Zunächst sind wir alleine, bald schon treffen aber über den Normalweg die Massen ein. Wir warten kurz und steigen dann fast ohne "Gegenverkehr" über den Normalweg ab. Glücklich und zufrieden erreichen wir schließlich wieder unser Auto und treten die lange Rückfahrt nach Villach an.

Video powered by Roland Jöbstl! Thank you!

Unterwegs in den Dolomiten

1.7.2011 Grintovec (Steiner Alpen)

Schon seit langer Zeit möchte ich endlich einmal in die Steiner Alpen fahren. Diesen wilden Gebirgszug knapp südlich von Österreich kannte ich bisher nur von Bildern. Anfang Juli 2011 war es endlich so weit. Von Villach aus machten wir uns auf den Weg um gleich den höchsten dieser Gruppe, den 2558m hohen Grintovec, zu besteigen. Bei idealem Wetter gestaltete sich mein erster Besuch in den Steiner Alpen sehr gelungen. Der Auf- und Abstieg auf teils versicherten Steigen durch die Nordwände faszinierte mich ebenso sehr wie die schönen Ausblicke. Steiner Alpen! Ich komme wieder!

29.6.2011 Begehung des Eiskargletschers

Etwas mehr als 1 Monat nach unserem leztzten Besuch und fast exakt 1 Jahr nach der Gletscherdickenmessung machten wir uns wieder für eine Bestandsaufnahme auf ins Eiskar. Ausgerüstet mit einer 9m langen Lawinensonde maßen wir an 20 Punkten wieder die Schneehöhe. Aktuell liegt die Schneehöhe zwischen 0cm auf einzelnen Schuttrücken und bis zu 7m am Zungenansatz. In Summe brachte der Juni die in den letzten Jahren schon typisch starke Schneeschmelze von rund 3m. Jetzt hoffen die Eiskargletschermesser einen kühlen Sommer und keine lange anhaltenden Hitzeperioden.

27.6.2011 Jof di Sompdogna

Ich konnte nicht anders. Eigentlich wollte ich ja nur ein paar Behördenwege absolvieren, aber dann war das Wetter so traumhaft schön, dass ich mich am Nachmittag noch zu einer kurzen Powerbergtour auf den Jof di Sompdogna aufmachte. Und es hat sich ausgezahlt. Der Ausblick vom Gipfel in die Nordwände vom Montasch oder hinüber zum WIschberg ist fantastisch. Bei meinem letzten besuch auf diesem kleinen Berg im Mai 2010, hatte ich ja kein Wetterglück.

22.6.2011 Veliki Vrh (Karawanken)

Nach der gestrigen Tour (Hohe Leier), wollte ich heute wieder etwas anderes und so zog es mich in die östlichen Karawanken zum Loiblpass. Zu Beginn geht es nach Westen aufwärts, in der Sonne und wie heißt es so schön: Wer zu spät kommt,.... Jaja es ist heiß und ich beeile mich um Höhe und "Kühle" zu gewinnen. Nach unzähligen kleinen Kehren komme ich zu einem Punkt gradioser Aussicht. Die östlichen Julischen Alpen präsentieren sich in ihrer ganzen Parcht und die Ausläufer im Südosten werden von Wolken "überflossen". Als ich endlich am Gipfel stehe, ziehen wie am Tag einzelne Nebelfetzen über mich hinweg und es ist angenehm kühl. Beim Abstieg wird mir dann aber wieder rasch wärmer. Jetzt bin ich über die Quellwolken froh, denn sie spenden Schatten. Gespannt wandere ich zurück Richtung Loiblpass, gespannt, wie denn der auf der Karte eingezeichnete Tunnel sein wird. Beim Tunnel angekommen muss ich feststellen, er ist ein absolutes Highlight. Den ersten Teil absolviere ich ohne Stirnlampe. Nach einer großen Lacke hole ich aber meine Lampe doch heraus und gelange so trockenen Fußes zum anderen Ausgang und zurück zum Pass.

21.6.2011 Hohe Leier via Bella Vista-Klettersteig

Astronomischer Sommerbeginn, Zeit auch zu Fuß ins Hochgebirge zu gehen. Als erstes etwas höheres Ziel für die Sommersaison suche ich mir die Hohe Leier in der Reißeckgruppe aus. Mit der Bahn erreicht man gemütlich eine Seehöhe von über 2200m. Dann erst geht es per pedes weiter zum Beginn eines herrlichen Klettersteigs. Gleich der Einstieg ist schwierig und kraftraubend, ich merke, dass mein letzter Klettersteig schon eine Zeit her ist. Mit der Dauer fühle ich mich aber immer wohler und bevor ich es so richtig merke, stehe ich auch schon am Gipfel. Genau rechtzeitig, bevor mir die ersten Nebelschwaden die Sicht rauben. Abwärts geht es über den Ostgrat und dann durch den Hintereggengraben zurück hinauf zur Roßalmscharte, von wo man wieder zur Reißeckbahn absteigt. Ich wüde sagen: Ein würdiger Sommerbeginn.

20.6.2011 Sella Robon

Der erste schöne Tag seit langer Zeit! Also raus! Nachdem ich etwas skeptisch bin, ob die hohen Gipfel tagsüber nicht in Wolken geraten werden, wähle ich ein eher tief gelegenes Ziel in den Julischen Alpen. Am Sella Robon angelangt wird man in die Vergangenheit zurückversetzt. Die italienischen Stellungen sind stille Zeugen der heftigen Kämpfe, welche hier in den Jahren 1915-1917 tobten. Die mit Latschen bewachsene Karstlandschaft am Weiterweg ist in ihrer Ursprünglichkeit kaum zu übertreffen. Schließlich gelangt man zu den Stellungen der Österreicher, der Blick zurück zu den "Feinden" aus den isolierten Feldwachen lässt einen dankbar sein, dass wir in Österreich seit Jahrzehnetn in Frieden leben. Nach dem Abstieg ins Tal heißt es noch den durch die Regenfälle angeschwollenen Rio del Lago zu durchqueren. Nachdem auch das geschafft ist geht es zur Sella Nevea-Passstraße. Autostoppen? Fehlanzeige! 30min wandere ich die Straße bergwärts, ohne dass mich ein Auto überholt. Schließlich kürze ich die Fahrstraße ab und kaum habe ich diese verlassen, eh klar, höre ich ein Auto. Egal auch ohne motorisierte Hilfe komme ich zurück zum Ausgangspunkt.

18.6.2011 Napalnalm, Weißbriacher Hütte

Runde Geburtstage werden meist etwas größer gefeiert und besonders stimmungsvoll kann dies auf Berghütten sein. So feierten wir einen 30er auf der Weißbriacher Hütte. Bei trockenem Wetter ging es am 18.6.2011 auf die Napalnalm hoch über Weißbriach. Schon bald mussten wir aber die Festlichkeiten ins Hütteninnere verlegen. Bei kräftigen Gewittern und 4°C lernte man den Komfort eine Hütte noch mehr zu schätzen. Am nächsten Tag erfolgte dann wieder bei trockenem Wetter und bester Stimmung der Abstieg.

Gewitterstimmung mitten in der Nacht auf der Napalnalm

13.6.2011 Schoberriegel und Gruft

Seit Tagen ist das Wetter unbeständig. In der Früh hängen die Wolken tief, tagsüber lockert es kurz auf, immer um eine andere Uhrzeit, und am Nachmittag oder Abend kommen die nächsten Schauer.

Wir wollten ein kurzes Zeitfenster nutzen um die Gruft von der Turrach aus zu besteigen. Beim Aufstieg begleitete uns noch zeitweise die Sonne. Am Gipfel standen wir dann aber leider im Nebel und auch ein paar Regentropfen waren mit von der Partie. Trotzdem war es eine gelunge Vormittagswanderung und der Nebel sorgte für eine mystische Stimmung. Beim Gipfel der Gruft gilt: Nomen est Omen. Am höchsten Punkt befindet sich eine über 10m tiefe und nur 2 bis 5m breite Felsspalte, welche bis weit ins Jahr hinein mit Schnee gefüllt ist.

5.6.2011 Wie lange kann unbeständiges Wetter eigentlich andauern?

Seit Tagen kommt es in Kärnten an den Nachmittagen regelmäßig zu teils kräftigen Gewittern. Die extreme Trockenheit hat somit einmal in ganz Kärnten ein Ende gefunden. Gleichzeitig halten sich die Möglichkeiten für Bergsportler aber in Grenzen.

Ein Blick auf die kommenden Tage zeigt auch für die bevorstehende Woche keine wesentliche Wetteränderung. Mit einer Südströmung werden feuchte und labile Luftmassen nach Kärnten gebracht und besonders in den westlichen Landesteilen muss man mit zum Teil gewitterdurchsetzten Regenfällen rechnen und zwar täglich. Nach Osten hin könnte leicht föhniger Südwind etwas stabileres Wetter bringen, aber auch hier sind an den Nachmittagen Regenschauer und auch Gewitter nicht ganz auszuschließen.

Im Moment deutet alles auf einen feucht-warmen Juni hin. Schönes Wanderwetter wird man somit wohl nur an einzelnen Tagen finden.

30.5.2011: Mittagskogel Westflanke, der Winterklassiker im Sommer

Nachdem ich vor 2 Jahren die Mittagskogelwestflanke im Winter bezwungen habe, war sie dieses Mal im Sommer dran. Leider konnte ich erst zu Mittag aufbrechen, das sollte sich beim Aufstieg rächen! Kein Schatten und kaum ein Lüftchen sorgten für massive Schweißausbrüche. Ob angelangt war es dann aber sehr angenehm. Auf der einen Seite die noch winterlichen Gipfel der Julier, auf der anderen Seite der sommerliche Faaker See. Eine beim Aufstieg ins Auge gefasste Überschreitung zum Schwarzkogel habe ich aufgrund von Wassermangel nicht mehr durchgeführt. Schön war es trotzdem, schön heiß.

26.5.2011 Wie sieht's denn wohl am Eiskargletscher aus?

Ende Mai werden die Eiskargletschermesser immer unruhiger. Das ganze Winterhalbjahr fiebern sie bei jeder Südwetterlage mit, ob und wieviel es im Eiskar wohl schneien wird. Im Frühjahr sorgen dann die ersten Warmlufteinbrüche für schlaflose Nächte und wenn der Mai auch noch richtig warm wird, stehen den Gletscherfreunden die Schweißperlen auf der Stirn, allein schon wenn sie nur an den Aufstieg zum Gletscher denken.

Der Winter 2010/11 zählte in zahlreichen Regionen Österreichs zur Sorte "extrem schneearm". Die Südalpen kamen dank eines niederschlagsreichen Frühwinters realtiv gut davon. Bis Ende Dezember kam es im Gebiet der Kellerwand wiederholt zu teils intensiven Regen- und Schneefällen, welche am Gletscher für eine mächtige und kompakte Schneedecke sorgten.

Das Jahr 2011 war bisher jedoch als niederschlagsarm und warm einzustufen. In Summe ergab dies für den Eiskargletscher einen Winter mit durchschnittlicher Schneebedeckung.

Zum ersten Mal wurde heuer an über 20 Punkten am Gletscher die Schneehöhe mittels einer 9m langen Lawinensonde gemessen, wobei ein Strahlen in den Augen der Gletscherknechte nicht zu übersehen war, wenn selbst diese lange Sonde nicht ausreichte, um die Schneehöhe festzustellen.

24.4.2011 Berg-und Schitourenseite   Gefällt mir

Mittlerweile geht nichts mehr ohne Facebook! Also hab ich jetzt in meinem Urlaub auch einen Facebooklink für meine Berg- und Schitourenseite erstellt.

Wenn euch gefällt, was ihr seht und lest, dann werdet einfach Fans.

 

Allen Lesern dieser Seite und allen Bergfreunden wünsche ich noch viel Spaß in der zu Ende gehenden Winter- und beginnenden Sommersaison.

 

                                                               Gerhard


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Spuren im Schnee
Impressionen von den schönsten Plätzen in den Bergen

Die vorliegenden Tourenbeschreibungen sollen als Grundinformation für Berg- oder Schiwanderungen dienen, ersetzen jedoch nicht eine eingehende Tourenplanung. Es sind bewusst keine Zeitangaben über die Dauer der einzelnen Touren angegeben, da diese aus eigener Erfahrung sehr unterschiedlich aufgefasst werden.

Eine Angabe über die zu bewältigenden Höhenmeter bzw. Zusatzinformationen zu wegmäßig langen Auf- oder Abstiegen ermöglichen für jeden Bergsteiger eine individuelle Planung der Tour.