Kreuzeckdurchquerung Ost

~1500 bis 1700 Höhenmeter

14.7.2022

Mit dem Zug und dem Bus geht es nach Klobnitz im Mölltal (Haltestelle Gemeindeamt). Von dort marschiert man hinab zur Möll, überquert diese und folgt der asphaltierten Straße flussabwärts bis zum Parkplatz Kreuzeckbahn (€ 16, mit Kärnten Card gratis, Stand 2022).

Bei der Bergstation geht es zu Fuß los auf einem markierten Fahrweg nach Südosten. Zahlreiche Holztafeln und Wegweiser leiten den Wanderer höher Richtung Mernikalm, wobei der Forstweg in der zweiten Kehre verlassen wird und der weitere Aufstieg auf dem alten markierten Almweg verläuft. Bei der Mernikalm (1483m, bewirtschaftet) angelangt hält man sich rechts (Westen) und folgt den Wegweisern Gr. und Kl. Salzkofel auf einem Steig über die Alm höher. In weiterer Folge geht es durch den Wald zur Mösernhütte (1777m, nicht bewirtschaftet). Von dort führt der Wanderweg nach links (Wegweiser Gr. und Kl. Salzkofel) im Wald höher, bis  in rund 1850m Seehöhe ein markanter Schlag erreicht wird. Bei der dortigen Weggabelung hält man sich gerade aus und wandert der Höhe entlang bis zu einer kleinen Hütte. Dort wird die nächste Wegkreuzung erreicht. Der rechte Weg (Wegweiser Salzkofelhütte) führt kurz bergauf und quert dann unter leichtem Höhengewinn zu einem schönen baumfreien Rücken (Roßeben ~ 1975m) hinauf. Man überschreitet den breiten Rücken nach Süden und folgt dem markierten Steig in leichtem Auf und Ab in westlicher Richtung durch den Kessel der Bogneralm und jenen der Pusarnitzer Alm bis zur Salzkofelhütte (1987m).

Von der Hütte führt der breite Heinrich-Hecht-Weg nach Westen Richtung Feldnerhütte. Im sogenannten Mäuerle verlässt man den Höhenweg nach links hinunter (Wegweiser Sachsenburg) und steigt in einer weiten Kehre rund 100 Höhenmeter ab. Nach einer Bachquerung wird die nächste unscheinbare Weggabelung erreicht. Nach links geht es hinab nach Sachsenburg, nach rechts führt der schlecht ausgetretene aber markierte Steig wieder aufwärts. Nach rund 100 Höhenmetern gelangt man über einen breiten Rücken (Fahrweg) in ein weites Kar. Der Steig ist hier teils schlecht ausgetreten und es gilt genau auf die Markierungen zu achten. Zunächst ziehen die Steigspuren hinein in das Kar um dann nach Westen hin höher zu leiten. In etwa 2150m wendet sich der Steig schließlich nach Süden und erreicht in rund 2200m den breiten Kamm, welcher vom Grakofel zum Stagor zieht. (In zahlreichen Wanderkarten ist der Anstieg zum Gratrücken noch über den Lackenbichl hinauf eingezeichnet.) Am breiten Gratrücken angelangt geht es nun in leichtem Auf und Ab in südöstlicher Richtung zur Karlhöhe (2232m). Von dieser steigt man etwa 40 Höhenmeter in einer Scharte ab und dann wieder rund 100 Höhenmeter den Markierungen folgend zum Lenkenspitz (2298m) auf, wobei man den höchsten Punkt links liegen lässt. Jetzt heißt es wieder 150 Höhenmeter nach Süden hin in eine Scharte absteigen um dann knapp 100 Höhenmeter zum Moscheggstand (2243m) aufzusteigen. Am wunderschönen Gratrücken geht es nun wieder einige Höhenmeter hinab und dann wieder hinauf zum Speikbichl (2285m). Jetzt heißt es ein letztes Mal kurz in eine Scharte absteigen (unscheinbare Weggabelung) und dann in südlicher Richtung die letzten rund 60 Höhenmeter zum Stagor in Angriff zu nehmen.

Der Abstieg nach Steinfeld führt zunächst die rund 60 Höhenmeter zurück nach Norden hinab in die Scharte. Dort wendet man sich nach links (Westen) und steigt über eine steile Flanke bis zu einer markanten Geländerippe, welche vom Stagor nach Westen herunter zieht, ab. Beim dortigen Wegweiser gilt es sich links (Süden, Steinfeld) zu halten. Die ersten Meter ist der Steig aber ganz schlecht erkennbar. Wer beim Wegweiser am Rücken einige Meter weiter nach Westen absteigt, kommt aber zu einer weiteren Weggabelung. Der hier nach links (Süden) abzweigende Steig ist deutlich besser erkennbar und trifft nach wenigen Minuten auf den anderen schlecht ausgetretenen Wanderweg. Jetzt geht es wieder deutlich klarer auf einem Rücken über eine schöne Wiesenschneise abwärts zu einer Verflachung (~1800m Hiereben). Von dort wandert man kurz in südlicher Richtung weiter talwärts und gelangt so zu einem Forstweg. Nun zieht der Steig nach Westen (Wegweiser Steinfeld) hinab zu einer schönen Almhütte (~1630m). Von dort leitet der Wanderweg nach links durch einen Graben abwärts. Ab etwa 1500m wird das Gelände deutlich flacher und in rund 1275m trifft man schließlich auf einen Forstweg. Der weitere lange Abstieg hinab ins Tal erfolgt nun über mehrere weiten Kehren zunächst auf einem Forstweg und in weiterer Folge auf einer asphaltierten Bergstraße. Knapp 4km sind es bis zum Ortsrand von Steinfeld! Der Bahnhof liegt auf der südlichen Talseite. Es gilt also nochmals rund 15 Minuten der Straße entlang des Baches in südlicher Richtung zu folgen, bis man den Bahnhof erreicht. Von dort fahren die Züge im Stundentakt (immer zur vollen Stunde, Stand 2022) nach Lienz und Villach.

Die Durchquerung der Kreuzeckgruppe von der Kreuzeckbahn-Bergstation nach Steinfeld ist konditionell sehr starken Wanderern vorbehalten. Der Weg zur Salzkofelhütte ist ja noch überschaubar. Dann folgt aber die „Talquerung“ hinüber zum Lackenbichl. Von dort zieht es sich gewaltig bis vor zum Stagor. Und alleine der Abstieg vom Stagor nach Steinfeld wird am Wegweiser mit 3h30min angegeben! Trailrunner sollten für die ganze Strecke rund 5-6h veranschlagen, für den flotten Wanderer sind es wohl eher 8-10 Gehzeit! Von der Salzkofelhütte bis nach Steinfeld gibt es keine bewirtschaftete Hütte!

Wer die Mühen auf sich nimmt, wird aber wie so oft in der Kreuzeckgruppe mit Natur- und Berggenuss pur belohnt. Spätestens nachdem man den Heinrich-Hecht-Weg verlassen hat, ist man absolut alleine unterwegs.

Der Höhenrücken vom Lackenbichl zum Stagor zieht sich zwar ein wenig, bietet aber unglaublich herrliche Eindrücke.

Das schönste ist aber, man kann diese Tour mit den Öffis absolvieren.


Wer es etwas gemütlicher haben möchte, kann die Tour natürlich auch auf zwei Tage aufteilen und eine Nacht auf der urigen Salzkofelhütte einlegen.

Mernikalm
Mernikalm
Roßeben mit Blick zur Latschurgruppe
Roßeben mit Blick zur Latschurgruppe
Fast den gesamten gegenüberliegenden Kamm schreitet man in weiterer Folge ab!
Fast den gesamten gegenüberliegenden Kamm schreitet man in weiterer Folge ab!
Salzkofelhütte mit Grakofel
Salzkofelhütte mit Grakofel
Abstieg im "Mäuerle" mit der unscheinbaren Weggabelung in rund 1850m Seehöhe, der Weiterweg zieht den Hang wieder bergauf
Abstieg im "Mäuerle" mit der unscheinbaren Weggabelung in rund 1850m Seehöhe, der Weiterweg zieht den Hang wieder bergauf
Das Kar unterhalb des Lackenbichls (rechts im Bild)
Das Kar unterhalb des Lackenbichls (rechts im Bild)
Markierung knapp unterm Lackenbichl, der Weg zieht hier nach links hinaus
Markierung knapp unterm Lackenbichl, der Weg zieht hier nach links hinaus
Der weite Weg bis zum Stagor (rechts der Bildmitte)
Der weite Weg bis zum Stagor (rechts der Bildmitte)
Rückblick vom Stagor, links der Grakofel, rechts daneben der Salzkofel und noch weiter rechts die "weiße" Hochalm
Rückblick vom Stagor, links der Grakofel, rechts daneben der Salzkofel und noch weiter rechts die "weiße" Hochalm
Talblick, in dem Fall nach Greifenburg, der Bahnhof Steinfeld liegt ganz knapp außerhalb des Bildes (links)
Talblick, in dem Fall nach Greifenburg, der Bahnhof Steinfeld liegt ganz knapp außerhalb des Bildes (links)

Vielen Dank an meine Ausrüstungssponsoren:

Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining