Sella Ursic 2280m

~1150- 1350 Höhenmeter (schwer)

9.5.2008, 9.4.2012

 

Mit dem Auto geht es über Tarvis zum Sella Nevea (Parkplatz bei der Gondelstation).

Nun folgt man - nach dem Ende der Schisaison (meist Anfang- Mitte April) - der von unten gesehen rechten Schipiste bis zur Bergstation der Kanin- Gondelbahn (1850m), oder man wählt den gemütlichen AUfstieg via Gondel, wodurch sich die Tour auf etwa 500 Höhenmeter verkürzt.

Für den "klassischen" Anstieg hinauf zum Sella Ursic geht es nun vorbei am Rif. Gilberti direkt nach Süden, wo man nach einer kurzen steilen Querung nach links (Osten) unterhalb der Felswände in eine steile Mulde gelangt, durch welche man aufsteigt. Der Schitourengeher folgt dem Muldenverlauf nach rechts, bis er in etwa 2180m in weites offenes Gelände gelangt und von hier nach Westen zum Sella Ursic aufsteigt. Vom Sattel kann man noch nach links (Süden) ein paar Höhenmeter weiter ansteigen.

 

Wer es etwas einsamer haben möchte, wendet sich bei der Gondelbergstation nach rechts (Westen) und steigt zuerst flach, dann sehr steil zum Sella Bila Pec (2005m) auf. Von dort folgt eine kurze aber steile Abfahrt hinunter nach Westen auf ein großes kuppiertes Hochplateau zu Füßen des Kanin. Hier hält man sich zunächst leicht links (Südwesten) und gelangt dann über eine Steilstufe (links, Süden) an den Rand der Kaningletscherreste. Die Steilstufe überwindet man je nach Verhältnissen und persönlichem Interesse weiter im Osten oder im Westen. Wer einen Blick auf den Kaningipfel bzw. dessen Klettersteig erhaschen will, wird etwas weiter nach Südwesten queren, wer direkt zum Sella Ursic möchte, nützt eine Rinne, die ins östliche Eis- bzw. Firnfeld mündet. Aus dieser breiten Mulde gelangt man über einen steilen Aufschwung zum Sella Ursic.

 

Die Abfahrt erfolgt entweder über die "klassiche" Aufstiegsroute oder man hält sich weiter links (Westen) und fährt über eine Mulde nach Nordwesten ab und gelangt so direkt unterhalb des Sella Bila Pec zur "alternativen" Aufstiegsvariante. Vom Rif. Gilberti geht es über die Schpiste zurück ins Tal.

 

Der Sella Ursic ist gerade im Spätwinter ein beliebtes Tourenziel. Den Weg über die Reste des Kaningletschers wählen aber nur wenige. Wer also die Einsamkeit und Weite sucht, ist auf dieser Variante richtig aufgehoben. Beide Anstiegswege erfordern gute Kondition so wie sicheres Verhalten in steilem Gelände.

Alternativ kann man im Winter auch über den Kriegssteig zum Sella Prevala aufsteigen, von dort zum Rif. Gilberti abfahren und dann über die "klassische" Route zum Sella Ursic weitergehen.

Landschaftlich ist das Kaningebiet trotz des wachsenden Schigebietes "noch" immer ein Hochgenuss!

 

Bilder vom 9.4.2012 (klassiche Route)

Die steile Querung gleich "hinter" dem Rif. Gilberti
Blick ins Piano del Prevala und der "neuen" Gondel
Aufstieg durch die breite Mulde
Am schönen Karboden, den Sattel schon im Blick
Blick vom Sattel in die Julier, Mangart Jalovec und Triglav zeigen sich (von links); im Vordergrund die Lopa
Im Norden reicht der Blick bis zum Glockner
Auch im Norden grüßt der Montaschzug
Im Westen schweift der Blick über den Rest des Kaningletschers zum Picco di Grubia (kleiner flacher Gipfel in der Bildmitte)
Abfahrt im Pulverschnee

 

Bilder vom 9.5.2008 (via Kaningletschter)

Aufstieg über die Piste im unteren Bereich
Während des Aufstiegs zeigen sich wiederholt Foronon und Mondeon (rechts) del Buinz, ebenfalls eine zünftige Schitour
Rif. Gilberti mit dem Felsenfenster, auch Ziel einer anspruchsvollen Schitour. Die klassische Aufstiegsroute führt hinter der Hütte nach rechts hinauf.
Sella Bila Pec von der "alternativen" Abfart aus gesehen
Nach der kurzen Abfahrt Blick zurück nach Osten zum Sella Bila Pec
Aufstieg zum "Kaningletscher"
Blick hinauf zum Kaningipfel
Im Osten zeigt sich das Ziel der Sella Ursic
Unendliche Weiten, das Hochplateau unterhalb des Kanin haben wir hinter uns gelassen
Im Osten zeigt sich die Prevala Scharte (rechts im Bild)
Bei der Abfahrt, es sieht leichter aus, als es war!