Hocheck 2432m (vom Hummelkopf zum Hocheck)

~1000 Höhenmeter (schwer)

1.12.2011

Im Drautal zweigt kurz vor Möllbrücke eine kleine Straße auf die Sonnseite hinauf nach Pusarnitz ab. Dieser folgt man weiter nach Göriach und dann auf einer großteils asphaltierten Bergstraße zur Christebauerhütte (1608m, Parkplatz).

Von der Hütte folgt man zunächst in leichter Steigung einem breiten Almweg nach Osten (Wegweiser Hummelkopf). In knapp über 1700m zweigt von diesem ein Steig ab, welcher durch den Wald hinauf zu einem weiten Sattel (~1860m) zieht. Knapp unter dem Sattel quert der Wanderweg in die Südflanke des Hummelkopfs und führt dann über eine kurze Steilstufe hinauf zum Gipfel (1929m), welchen man schließlich von Osten her erreicht.

Für den Weiterweg Richtung Böse Nase steigt man zunächst am Steig zurück zum Sattel in rund 1860m ab. Jetzt verlässt man den markierten Wanderweg und folgt in unmittelbarer Gratnähe einem Steiglein aufwärts Richtung Westen (Böse Nase). Die Steigspuren zeichnen sich fast durchwegs klar ab und verlaufen fast immer direkt im Gratbereich. Zuletzt überwindet man eine kurze Steilstufe hinauf zum Gipfel der Bösen Nase (2227m).

Nach einem kurzen Abstieg in eine Scharte (

~2180m) westlich der Bösen Nase folgt man einem schmalen markierten Steig in die Südflanke der Gurglitzen. Dieser Steig ist in den wenigsten Karten eingezeichnet, ist aber in der Natur meist problemlos zu erkennen und leitet den Wanderer direkt auf den Gipfel (2352m).

Um auf das Hocheck zu gelangen steigt man von der Gurglitzen etwa 100 Höhenmeter mühsam über einen blockigen Hang in einen Sattel ab. Jetzt hält sich der Bergsteiger wieder in Gratnähe und wandert teils auf Steigspuren, welche sich in den kurzen blockigen Abschnitten immer wieder verlieren nach Westen. Zeitweise, wie etwa in der Gipfelflanke, weisen markante aufgestellte Steine den Weg und so erreicht man schließlich den Gipfel.

 

Die Abstiegsroute folgt vom Gipfel weg den Steigspuren, welche entlang des Südwestrückens abwärts leiten. Nachdem man einige Höhenmeter durch blockiges Gelände abgestiegen ist wandert man auf dem klar ersichtlichen Steiglein bis zu einem markanten Steinmann (~2290m). Hier wendet man sich nach links (Osten) und quert am unmarkierten Weglein durch eine weite Mulde leicht abwärts bis zu einem grasigen Rücken. Hier verlässt man die deutlichen Steigspuren und steigt über den steilen Wiesenhang talwärts ab, bis man in etwa 2070m wieder auf einen deutlich erkennbaren Steig trifft. Diesem folgt man nun wieder nach links (Osten) in eine weite Mulde. Bei einem hölzernen Trog wendet man sich nach rechts und wandert auf Steigspuren abwärts. Vorbei an einem Brunntrog aus Kunststoff steigt der Wanderer auf einem kleinen Rücken zwischen zwei markanten Rinnen ab, bis er schließlich einen Forstweg erreicht. Diesen überquert man, folgt nochmals den Steigspuren talwärts und gelangt so knapp östlich der Göriacher Alm auf einen breiten Forstweg. Hier wendet man sich nach links und wandert die letzten Minuten zurück nach Osten Richtung Christebauerhütte. Zum Abschluss muss man nochmals kurz rund 20 Höhenmeter zurück zum Ausgangspunkt aufsteigen.

 

Die Überschreitung vom Hummelkopf bis zum Hocheck ist eine herrliche Höhenwanderung. Zunächst geht es mit der Besteigung des Hummelkopfs gemütlich los. Je weiter man nach Westen kommt, desto anspruchsvoller wird diese Tour. Nicht so erfahrene Wanderer können auch auf der Bösen Nase oder der Gurglitzen den markierten Wanderwegen zurück zur Christebauerhütte folgen. Die schroffen „Klippen“ der Bösen Nase und Gurglitzen nach Norden hin sind ein lohnendes Fotomotiv. Der Weiterweg zum Hocheck sowie der Abstieg zur Göriacher Alm zeichnet sich nicht immer klar ab, guter Orientierungssinn sowie Trittsicherheit sind für diesen Abschnitt neben sehr guter Kondition Grundvoraussetzung. Während die Böse Nase ein beliebtes Wanderziel ist, finden nur wenige Bergsteiger den Weg hinauf zum Hocheck. Aufgrund des steilen Gelände, in welchem man sich bewegt, ist gute Sicht bei dieser Tour von großem Vorteil!

Blick vom Hummelkopf nach Osten ins Drautal und zum Millstätter See
Blick vom Hummelkopf nach Osten ins Drautal und zum Millstätter See
Die weiteren Gipfel der Tour; Böse Nase, Gurglitzen und Hocheck, die Route verläuft fast immer in unmittelbarer Gratnähe
Die weiteren Gipfel der Tour; Böse Nase, Gurglitzen und Hocheck, die Route verläuft fast immer in unmittelbarer Gratnähe
Auf der Bösen Nase, im Hintergrund zeigt sich schon die Gurglitzen
Auf der Bösen Nase, im Hintergrund zeigt sich schon die Gurglitzen
Links die Gurglitzen, in der Bildmitte der Hinteregger Sonnblick und rechts die Hohe Leier
Links die Gurglitzen, in der Bildmitte der Hinteregger Sonnblick und rechts die Hohe Leier
Das kleine aber feine steinerne Kreuz auf der Gurglitzen; im Hintergrund das letzte Ziel der Kammwanderung, das Hocheck
Das kleine aber feine steinerne Kreuz auf der Gurglitzen; im Hintergrund das letzte Ziel der Kammwanderung, das Hocheck
Blick vom Hocheck nach Südosten zur Latschurgruppe
Blick vom Hocheck nach Südosten zur Latschurgruppe
Das Kreuz am Hocheck, im Hintergrund ist die "blockige" Gurglitzen zu erkennen
Das Kreuz am Hocheck, im Hintergrund ist die "blockige" Gurglitzen zu erkennen
Vom Hocheck aus zeigt sich auch der Großglockner, links die Schobergruppe
Vom Hocheck aus zeigt sich auch der Großglockner, links die Schobergruppe
Beim Abstieg der Blick vorbei an der Gurglitzen zu den Nockbergen
Beim Abstieg der Blick vorbei an der Gurglitzen zu den Nockbergen
Im Abendlicht der Blick zurück hinauf zum Hocheck
Im Abendlicht der Blick zurück hinauf zum Hocheck
Von der Christebauerhütte zeigen sich Dobratsch, SKrlatica und Triglav (von links)
Von der Christebauerhütte zeigen sich Dobratsch, SKrlatica und Triglav (von links)