Foronon del Buinz 2531m

~1300-1400 Höhenmeter (schwer)

04.8.2017

 

Von Tarvis aus folgt man der Straße Richtung Slowenien (Bovec). Beim Lago del Predil zweigt man nach rechts ab und folgt dem Straßenverlauf bis auf den Sella Nevea (1190m). Kurz nach der Passhöhe biegt man in einer scharfen Linkskurve abermals rechts ab und gelangt nach etwa 6km auf einer schmalen asphaltierten Bergstraße zur Pecol Alm (1502m), großer Parkplatz.

Vom Parkplatz weg folgt man dem Fahrweg hinauf zum Rifugio Brazza (1660), wo unmittelbar hinter (nördlich) der Hütte der Steighinauf zur Terrarossa abzweigt. Angeschrieben ist das Biwak Luca. Der Steig leitet vorerst über die Almwiesen bis zum Wandfuß und dann in zahlreichen Kehren in gemütlicher Steigung höher. In etwa 2200m erreicht man schließlich eine Weggabelung. Hier geht es nach rechts Weg (Biwak Luca). Der Steig führt vorerst entlang der Höhe Richtung Osten und leitet in weiterer Folge durch ein kleines Kar hinauf zur Forca de lis Siens (2274m). Jetzt zieht der Steig durch einen Felsaufschwung höher, wobei stellenweise die Hände zu Hilfe genommen werden müssen. Schließlich erreicht man den fast flachen Gratrücken, über welchen der Steig bis zum Gipfel des Foronon del Buniz führt, wo sich auch das Biwak befindet.

Jetzt steigt man an ein paar Stahlseilen gesichert in den breiten Sattel (~2425m) zwischen Foronon und Mondeon del Buinz ab. In weiterer Folge quert der Steig südlich des Mondeon del Buinz nach Osten und leitet schließlich über einen steilen versicherten Abschwung in die Forca de la Val (2352m, Cregnedul-Scharte). Wer möchte kann über das Cregnedulkar nun schon zur Cregnedul Alm absteigen. Für die motivierten Bergsteiger geht es auf der anderen Seite der Scharte wieder aufwärts Richtung Cima de la Puartate (2436m). Knapp unter dem Gipfel erreicht man nach einer kurzen steilen Abwärtspassage (Seilbversicherung) ein wunderschönes exponiertes Band, welches nach Südosten bis in eine kleine Scharte unmittelbar vor dem Monte Cregnedul zieht.

Jetzt wechselt man auf die Nordseite des Höhenrückens, quert eine steile Flanke und klettert über eine kurze Seilleiter ab. Dann geht es über mehrere mit Stahlseilen versichtere Felsstufen (B ev. B/C) hinunter zur Bärenlahnscharte (2138m), welche schließlich über ein Schuttfeld auch erreicht wird. Hier kann man nun am Weg Nr. 626 nach Osten hin absteigen. In ca. 1950m Seehöhe wird derWanderweg, welcher von der Corsi Hütte zur Pecol Alm zieht erreicht. Bei der Weggabel hält man sich rechts (Süden) und folgt dem Steig aufwärts zum Passo degli Scalini (1970m). Nun zieht der weg zunächst steil abwärts und dann den Hang querend nach Süden bzw. Südwesten ins Cregnedul Kar, wo die gleichnamige Alm (1515m) erreicht wird. Von hier folgt man dem Fahrweg nach Westen über die Casera Larice zurück zur Pecol Alm.

 

Der Merlone- Steig ist ein herrlicher Bänderweg, welcher vom geübten Bergsteiger auch ohne Klettersteigset begangen werden kann. Die schwierigisten Stellen sind im Bereich von B bzw. B/C anzusiedeln. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gute Kondition sind aber zwingende Voraussetzung für die Durchführung dieser Tour. Erst im Cregnedul Kar findet man die erste Abstiegsmöglichkeit. Besonders der Wegabschnitt direkt vor dem Gipfel des Foronon del Buinz bezaubert durch seine traumhafte Aussicht. Wer möchte kann die Tour natürlich auch noch verlängern und entweder im Westen den Montasch über den Findenegg Weg oder im Osten die Kastreinspitzen oder gar den Wischberg mitnehmen.

Der Weg unmittelbar nach der Abzweigung unter der Terrarossa
Der Weg unmittelbar nach der Abzweigung unter der Terrarossa
Am Gipfelkamm kurz vor dem Foronon del Buinz (rechts mit Biwak)
Am Gipfelkamm kurz vor dem Foronon del Buinz (rechts mit Biwak)
Dieser lange Rücken muss zu einem guten Teil gequert werden, bevor es auf die Nordseite hinunter zur Bärenlahnscharte geht
Dieser lange Rücken muss zu einem guten Teil gequert werden, bevor es auf die Nordseite hinunter zur Bärenlahnscharte geht
Steinböcke wandern mit uns
Steinböcke wandern mit uns
Herrliche Bänderquerung, ganz links im Bild ist eine Person am Wandersteig zu erkennen
Herrliche Bänderquerung, ganz links im Bild ist eine Person am Wandersteig zu erkennen