Großer Friedrichskopf 3134m

~1800 Höhenmeter (schwer)

7.8.2009

 

Mit dem Auto geht es im Mölltal bis nach Döllach, wo kurz nach der Ortschaft ein Güterweg hinauf zum Weiler Ranach (1353m, Parkplatz) abzweigt.

Wenige Meter vor den ersten Häusern führt ein schöner alter Almweg zunächst in einigen Kehren und dann immer schmäler werdend den Hang querend aufwärts nach Südwesten zur Gartlalm (1712m). Nun wandert man auf einem Steig durch lichten Wald Richtung Westen, bis man nach einer kurzen Steilstufe einen schönen Boden (Wegweiser, 1987m) erreicht. Von hier weg gilt es in einem weiten Boegn (zuerst nach Süden und dann wieder nach Westen) eine weitere Steilstufe zu überwinden. Am Ende dieser wartet der idyllisch gelegene Winklersee (2227m), welcher aber fast komplett verlandet ist. Der Weg führt nun zunächst leicht und dann steil bergauf Richtung Westen, wobei die guten Markierungen (Stand August 2009) überaus hilfreich sind, da man meist nur mehr Steigspuren vorfindet. In rund 2600m gelangt man in ein weites Schuttkar, in welchem man schließlich in knapp über 2700m Seehöhe in einem weiten Kessel zum Ende der Markierungen gelangt. Nun gilt es im Sinne des geringsten Widerstandes über eine Schuttflanke nach Westen aufzusteigen, wo man schließlich in etwa 2770m zu einer Seilversicherung gelangt. Mittels dieser wird eine felsige Steilstufe überwunden, an deren Ende der Südostgrat hinauf zum Großen Friedrichskopf wartet. Der Weiterweg führt nun unmittelbar am Grat die Hände immer wieder zu Hilfe nehmend, wobei die schwierigsten Passagen mit Seilsicherungen versehen sind. In rund 2950m geht der Grat in einen etwas breiteren Rücken über. Der Wanderer hält sich nun in der Flanke knapp östlich (rechts in Blickrichtung Gipfel) des Gratverlaufes und steigt so teils mühsam durch die Schuttflanke zum Gipfel auf.

 

Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute.

 

Die Tour auf den Großen Friedrichskopf ist wunderschön und absolut lohnend. Man bewegt sich in Regionen, welche nur ganz selten von Bergsteigern begangen werden. Wer sich aber an diese Tour heranwagt, sollte über eine ausgezeichnete Kondition (1800 Höhenmeter) sowie über Trittsicherheit, absolute Schwindelfreiheit, Kletterkenntnisse bis zum II Schwierigkeitsgrad und große alpine Erfahrung verfügen. Denn nach dem Ende der Markierung ist der Weiterweg sehr anspruchsvoll. Die Gipfelstürmer werden aber mit einem herrlichen Panorama ins Herz des Nationalparks Hohe Tauern belohnt. Beim Abstieg vom Gipfel ist größte Vorsicht geboten. Einerseits gilt es den richtigen Steigspuren (Vorsicht, nicht zu weit östlich absteigen!) zu folgen und andererseits verlangt der lockere Schutt absolute Konzentration.

Ein erster Blick hinauf zum Friedrichskopf (rechts der kleine Gipfel)
Ein erster Blick hinauf zum Friedrichskopf (rechts der kleine Gipfel)
Am schönen Almweg zur Gartlalm
Am schönen Almweg zur Gartlalm
Die Gartlalm
Die Gartlalm
Der fast komplett verlandete Winklersee mit dem Kleinen Friedrichskopf im Hintergrund
Der fast komplett verlandete Winklersee mit dem Kleinen Friedrichskopf im Hintergrund
Die Markierungen sind überaus hilfreich
Die Markierungen sind überaus hilfreich
Auf der anderen Talseite im Osten zeigt sich der Mölltaler Gletscher
Auf der anderen Talseite im Osten zeigt sich der Mölltaler Gletscher
Die Schlüsselstelle am luftigen Grat
Die Schlüsselstelle am luftigen Grat
Im Süden erhebt sich das Petzeck
Im Süden erhebt sich das Petzeck
Vom Gipfel aus zeigt sich der Großglockner, sofern er nicht in Wolken steckt
Vom Gipfel aus zeigt sich der Großglockner, sofern er nicht in Wolken steckt
Der Tiefblick hinunter zum kleinen Gartlkees
Der Tiefblick hinunter zum kleinen Gartlkees