Hochalmspitze 3360m

~2200 Höhenmeter (schwer)

20.3.2010

 

Mit dem PKW geht es ins Maltatal und dort dann über die Maltatal Hochalpenstraße bis zur Brücke vor der Gmünder Hütte (1180m, Parkplatz). Die Straße ist im Frühling bis zur Gmündner Hütte gratis befahrbar (Winterausrüstung!).

 

Von der Brücke folgt man dem flachen Forstweg auf der Südseite der Malta nach Westen. In mehreren sehr weiten Kehren gewinnt man langsam an Höhe. Knapp über 1900m endet der Forstweg bei einer Jagdhütte. Von nun an folgt man dem Sommerweg Richtung Villacher Hütte, hält sich in weiterer Folge aber etwas südlich der Selbstversorgerhütte. Die Aufstiegsspur führt durch meist nur mäßig steiles Gelände höher bis zum Rand des Hochalmkees. Von hier weg muss der Schibergsteiger eine fast 2km lange Querung über das Hochalmkees nach Westen antreten. Vorbei an der Kordonspitze und den Steinernen Mandln steigt man gleichmäßig höher, bis in etwa 3200m der gletscherfreie Gipfelaufbau erreicht wird. Über diesen geht es rasch aufwärts bis zum Vorgipfel der Hochalmspitze (~3340m, Schidepot). Über einen schmalen und ausgesetzten Grat wird schließlich zu Fuß (ev. Steigeisen notwendig) der höchste Punkt erreicht.

 

Die Abfahrt erfolgt über die Aufstiegsroute, wobei man bei passender Schneelage bis ans Zungenende des Hochalmkees abfahren und dann zur Villacher Hütte queren kann.

 

Die Tour auf die Hochalmspitze ist einer der Klassiker in den Hohen Tauern. Durch die meist nur leicht bis mäßig steilen Hänge stellen Aufstieg bzw. Abfahrt keine großen technischen Ansprüche an den Schibergsteiger. Der Gipfelgrat erfordert aber Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. Die größte Herausforderung bei dieser Tour stellen die rund 2200 Höhenmeter dar. Aus diesem Grund ist eine Schibesteigung der Hochalmspitze nur für konditionsstarke Gipfelstürmern eine Option (Aufstiegszeit mindestens 4h30min, eher 5-6h).

Die ideale Jahreszeit für diese alpine Unternehmung ist März bis April, wenn man einerseits noch von ganz unten weggehen kann und andererseits die Spalten noch gut mit Schnee überdeckt sind.

Vom Gipfel aus bietet sich ein traumhaftes Panorama!

Meist heißt es früh starten, um bei der Abfahrt perfekte Verhältnisse vorzufinden, hier am flachen Forstweg
Meist heißt es früh starten, um bei der Abfahrt perfekte Verhältnisse vorzufinden, hier am flachen Forstweg
Der Findelkarkopf im Morgenlicht
Der Findelkarkopf im Morgenlicht
Am Ende des Waldes bei der Jagdhütte
Am Ende des Waldes bei der Jagdhütte
Die lange Gletscherquerung bei der Abfahrt aufgenommen
Die lange Gletscherquerung bei der Abfahrt aufgenommen
Kurze Rast bei der Querung
Kurze Rast bei der Querung
Der letzte gletscherfreie Aufschwung
Der letzte gletscherfreie Aufschwung
Der Blick zurück auf den schmalen Grat vom Schidepot zum Gipfel
Der Blick zurück auf den schmalen Grat vom Schidepot zum Gipfel
Berge so weit das Auge reicht, im Süden die Kreueckgruppe, im Bild das Schroneck
Berge so weit das Auge reicht, im Süden die Kreueckgruppe, im Bild das Schroneck
Beim Gipfelkreuz, im Hintergrund die Mallnitzer Schiberge
Beim Gipfelkreuz, im Hintergrund die Mallnitzer Schiberge
Im Südosten ragen nur die höchsten Gipfel aus dem Hochnebel, hier Montasch (rechts) und Wischberg (links)
Im Südosten ragen nur die höchsten Gipfel aus dem Hochnebel, hier Montasch (rechts) und Wischberg (links)
Im Osten grüßen die Nockberge
Im Osten grüßen die Nockberge
Im Norden scheint der Dachstein zum Greifen nahe, im Vordergrund rechts ganz unscheinbar die Kölnbreinspitze
Im Norden scheint der Dachstein zum Greifen nahe, im Vordergrund rechts ganz unscheinbar die Kölnbreinspitze
Zuletzt noch ein Blick zum höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner. Das Eisleitl ist im März 2010 weitestgehend schneefrei!
Zuletzt noch ein Blick zum höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner. Das Eisleitl ist im März 2010 weitestgehend schneefrei!
Alternative Abfahrtsroute über die Gletscherzunge
Alternative Abfahrtsroute über die Gletscherzunge