Foronon del Buinz 2531m

~1400 Höhenmeter (schwer)

27.1.2008, 20.3.2016

Mit dem PKW geht es von Tarvis aus nach Süden über die Ortschaft Cave del Predil bis auf den Sella Nevea (1190m). Kurz nach der Passhöhe finden sich nach der ersten Linkskehre reichlich Parkplätze.

Nun wendet man sich nach Westen und folgt der in der Kehre abzweigenden Straße Richtung Pecol Alm. In rund 1395m zweigt ein kleiner unscheinbarer Weg im spitzen Winkel nach rechts (Osten) ab (Wegweiser "Larice"). Über diesen Weg gelangt man in wenigen Minuten zur Casera Larcie (1479m). Hier wendet sich der Schitourengeher neuerlich nach rechts (Osten) und folgt für rund 300m einem flachen Forstweg ehe es von diesem nach links (Süden) weggeht. Durch lichten Jungwald steigt man im Livinal del Buinz bis ins freie Gelände unter einer Steilstufe, welche am linken Rand überwunden wird. Nun steuert man direkt auf die Felsbänder in der Mitte des weiten Kars zu. Von hier weg wird das Gelände sehr steil und ausgesetzt (2. Steilstufe). Der Aufstieg führt zwischen mehreren Felsbändern hindurch, wobei man sich am Besten in der Mitte des Kars hält. Nach rund 200 Höhenmeter wird es wieder deutlich flacher und der Schitourengeher gelangt über schöne Hänge in den Sella Buinz (~2450m). Am Sattel geht es nach links (Westen) und dann mit Schiern bis zum felsigen Gipfelaufbau des Foronon del Buinz auf. Die letzten Meter werden zu Fuß zurückgelegt.

 

Die Abfahrt erfolgt entweder über die Aufstiegsroute oder man hält sich am rechten (westlichen) Rand des oberen Karbereiches und fährt durch eine sehr steile Rinne ab. Im unteren Teil folgt man wieder der Aufstiegsspur zurück zum Sella Nevea.

 

Diese Tour stellt hohe Ansprüche an den Schitourengeher. Sowohl der Aufstieg als auch die Abfahrt erfordern große Erfahrung und Sicherheit im alpinen Gelände sowie ausgezeichnete Kondition. In schneearmen Wintern apern die Felsbänder oft rasch aus, sodass eine Besteigung unmöglich wird. Die ideale Zeit für diese Bergfahrt ist im Februar, wenn der Schnee im Tagesverlauf leicht auffirnt. Bei zu hohen Temperaturen sollte man die steilen Hänge jedoch meiden, da es dann zu Schneerutschungen kommen kann. Bei Neuschnee ist diese Tour lebensgefährlich, denn aus den Felswänden können sich riesige Lawinen lösen! Für den Aufstieg sind eventuell Steigeisen mitzuführen.

Wenn die Verhältnisse aber passen, stellt dieser Gipfel ein sehr lohnendes Ziel dar.

Zwischen den Felsstufen geht es hinauf (20.3.2016)
Zwischen den Felsstufen geht es hinauf (20.3.2016)
Beim Aufstieg, Blick zurück zum Kaninmassiv (20.3.2016)
Beim Aufstieg, Blick zurück zum Kaninmassiv (20.3.2016)
Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sowie sichere Schitechnik sind bei solchen Flanken gefragt... (20.3.2016)
Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sowie sichere Schitechnik sind bei solchen Flanken gefragt... (20.3.2016)
Direkt am Gipfel steht seit 2012 ein neues Biwak (20.3.2016)
Direkt am Gipfel steht seit 2012 ein neues Biwak (20.3.2016)

 

Die restlichen Bilder stammen von 2008.